Review

Ein rosaroter Joyride


„Pretty In Pink“ war einer der letzten „großen“ Hughes-Schmachtfetzen aus den 80ern, den ich zu meiner Schande noch nie gesehen hatte. Was kann die beliebte Teenagerdramödie um eine Highschoolaussenseiterin zwischen zwei ungleichen Jungs und typischen Pubertätsproblemen kurz vor dem Abschlussball? Zurecht Kult oder schlecht gealtert? Romantisch oder peinlich? Must-See oder kann man auslassen?
 
Zeitreise in die 80er. Kitschkult. RomCom-Adel. Hughes-Highlight. Unterschichtenmelodrama. Ringwald-Showcase. Wiederentdeckung. Prom-Power. Teenagertragödie. Menage-a-Trois. Do-it-yourself-Mode. Nicht ganz „Breakfast Club“-Niveau. Fluffiger Feuchttraum. Pickel, Plattenläden und Probleme. Einbahnstraße zum Happy End. Schlechter Geschmack richtig gemacht. Luxusprobleme. Klassengesellschaft. Highschoolhierarchie. Grenzgänger. Guilty Pleasure. James Spader rockt in jedem Alter! Ohrwurm. Herzschmerz. Individualistenideal. Wird nicht alt. Funktioniert immer. Nostalgie. Anti-Nihilismus. Tagträumer. Feel Good. Liebe, Freundschaft, Romantik. Und alle anderen Krisen verblassen. 

Fazit: echt und doch verblendet. Authentisch und doch nostalgisch. Süß und doch aus heutiger Sicht öfters problematisch. Und dennoch hebt „Pretty In Pink“ sein Charme, seine Farben, seine Besetzung, sein Grundgefühl und seine einfach ansteckend gute Laune weit über seine eigentlichen, völlig soliden Qualitäten. In den besten Momenten Magie. 

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