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7

Der in fahles Neonlicht getauchte CLEANER zeichnet das beklemmende Porträt eines bisexuellen, größenwahnsinnigen, schwer drogensüchtigen und völlig außer Kontrolle geratenen Auftragkillers auf einem immer schneller voranschreitenden Selbstzerstörungstrip. Philipp Schiemann mit blondierten Haaren (ungewohnt) schreit, flucht und tobt (wie gewohnt), läuft ununterbrochen in schwarzem Leder herum, schnieft ständig Koks und zieht bei seinem sehr heftigen Mini-Amoklauf in der Wohnung des Ehepaars sogar blank. Das muss man dem Hauptdarsteller wirklich zugestehen: Er spielt seinen Part unglaublich intensiv und glaubwürdig, geht fast ganz in dieser Rolle auf. Der gesamte Film kommt einem fast wie ein einziger Drogendusel vor, denn er ist ungeordnet (manche Dialoge scheinen komplett improviert zu sein), hat seine Hänger, ist letztlich aber als zynischer Rausch aus Sex und Gewalt absolut faszinierend.

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