Kultiger Mix aus Zeichentrick/Realfilm mit Bob Hoskins in der Hauptrolle.
Story:
Privatdetektiv Eddie Valiant (Bob Hoskins) wird beauftrag, Fotos von Roger Rabbit's Frau Jessica zu machen, die angeblich ein Verhältnis mit Marvin Acme haben soll. Dies bestätigt sich und kurz darauf wird Acme tot aufgefunden. Der Verdacht fällt natürlich umgehend auf Roger, der daraufhin Eddie um Hilfe bittet, ihn zu entlasten. Zunächst stimmt der nur widerwillig ein, heftet sich dann allerdings bald an die Fersen von Dr. Doom (Christopher Lloyd) und seiner Wieselbande, die ihm zusehends suspekt vorkommen.
"Falsches Spiel Mit Roger Rabbit" kombiniert auf geniale Weise Real- und Trickfilm zu einem stimmigen Ganzen. An einigen Stellen merkt man zwar (dem Alter des Films entsprechend), dass die Trickfiguren eingefügt wurden, aber alles in allem hat man tatsächlich den Eindruck, dass Menschen und Toons gemeinsam vor der Kamera gestanden hätten. Nie zuvor (und auch danach nicht mehr) gelang es so gut, die beiden Welten zu vereinen.
Da wird am Anfang ein "Roger Rabbit"-Cartoon gezeigt, nur um einige Minuten später übergangslos in den Realfilm umzuschwenken und die Dreharbeiten zu zeigen. Das sah 1988 beeindruckend aus und wirkt auch heutzutage kaum veraltet. Zumal aus das Drumherum stimmt - die Story ist witzig und spannend zugleich, die Darsteller machen ihre Sache perfekt und harmonieren mit den Toons, als ob sie tatsächlich mit ihnen im täglichen Leben zu tun hätten.
Klar gibt es bei so einem Film auch die ein oder andere arg schnulzige Szene (etwa die Einfahrt nach "Toontown" durch den Tunnel), aber dieses kleine Manko wird durch witzige Dialoge und die schnell in Fahrt kommende Story locker wieder ausgeglichen.
Fazit: Ein familientauglicher Film, der aber genügend derbe Sprüche bietet, um auch Abseits des Mainstreams Freunde zu finden. Ein Klassiker, den man nicht verpassen sollte.
9 von 10 Punkten