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5

Ein faszinierendes Porträt eines faszinierenden Künstlers. Der bizarre Stil des Alien-artigen Klaus Nomi ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Auch ich kann mit ihm nicht allzu viel anfangen, obwohl ich eigentlich ein großer Fan der New Wave Bewegung bin. Natürlich erkenne ich Nomis Ausnahmetalent als Tenor und Popsänger an. Davon mal abgesehen muss man bei dieser Doku allerdings einige echte Abstriche machen: Der Film ist so sehr in die Maskerade Nomis verliebt und in das Scheinwesen, das dieser auf der Bühne verkörperte, dass dabei der tiefergehende Blick auf den ungeschminkten Menschen hinter der Paradiesvogelfassade viel zu kurz kommt. Der traurige letzte Akt mit Nomis AIDS-Erkrankung wird relativ kompakt und schroff abgehandelt. Die Zusammenstellung (50 Prozent Auftritte und 50 Prozent Statements seiner Kollegen) entspricht auch nur dem Standard einer durchschnittlichen Karrieredokumentation.

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