Review

"In Sachen Henry" weiss vor allem duch die überzeugende Darstellerleistung von Harrison Ford zu überzeugen. Er schafft es den völlig gedächtnislosen Henry sehr überzeugend zu verkörpern, was besonders in der Zeit im Krankenhaus sehr eindrucksvoll ist. Der Film selber bietet eine melodramatische Story rund um den Zerfall eines Lebens durch einen unvorhergesehenen Lauf der Ereignisse. Diese weiss auch größtenteils zu überzeugen, so ist der Rückfall Henrys und seine Genesung beeindruckend und zum Teil auch tragisch-komisch (Henrys erste Leseversuche mit Hilfe seiner Tochter). Allerdings fiel der Film grade gegen Ende stark ab, da Regisseur Mike Nichols versuchte, soweit dies bei dieser Thematik denn möglich ist, ein Hollywood-typisches Happy-End zu schaffen, wo Henry sein altes, zerrüttetes Familienleben wieder in Ordnung bringt, sich bei den Klägern eines früheren Falles entschuldigt, den diese aufgrund seiner Verteidigung für die andere Seite zu unrecht verloren haben, und am Ende gar seine Tochter von der Elite-Schule holt um sich als guter Vater darzustellen.

"In Sachen Henry" ist ein eher mittelmäßiges Melodram, dass vor allem durch einen sehr gut aufgelegten Harrison Ford und einer interessanten Thematik glänzen kann.

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