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Tommy bricht mit einem anderen Insassen aus der Nervenheilanstalt aus, um das Grab von Jason Vorhees aufzusuchen, dem Albtraum seiner schlaflosen Nächte. Dort angelangt budddeln sie die madenzerfressenen Überreste des Serienkillers aus und erwecken ihn damit aus Versehen wieder zum Leben. Unser wiedererweckter Slasherzombie hat natürlich nur eines im Sinn, und zwar sein geliebtes Crystal Lake aufsuchen und die nervigen Teenager ermorden, die sich dort bereits wieder breit machen. Die Bevölkerung hat derweil das kleine Kaff in Camp Forest Green umbenannt, da Jason allerdings wohl nicht lesen kann, findet er ebenso dorthin zurück wie Tommy, dem natürlich keiner seine hanebüchene Geschichte glaubt. Schon nach kurzer Zeit ist der Bodycount für das idyllische Fleckchen auffallend hoch und Tommy bleibt nur, zusammen mit der Tochter des Sheriffs auf eigene Faust etwas zu unternehmen. Im Camp werden die beiden Aufpasser schon vorher von Jason unsanft abgefangen und so stehen die anderen Helfer mit den 50 nervtötenden Blagen allein da. Dazu gesellen sich noch einige höchst dümmliche Gotchaspieler in den Wäldern und die übliche Dezimierung nimmt ihren Lauf. Was offensichtlich phantastisch mit der gnadenlos komischen Erweckung begann, setzt sich als Horrorkomödie fort, die sich selbst nur noch wenig ernst nimmt. Selbstironisch und mit viel Spass am Genre gelingt die erste Hälfte gut, Jason bekommt mittlerweile übermenschliche Kräfte und die gewichtigen Bewegungen wie sein Kollege Michael Myers verpasst. Konventionelle Tötungsversuche wie einfaches Erschiessen klappen auch bei ihm nicht so recht und so lässt sich das Drehbuch ein übernatürlich angehauchtes Finale einfallen. Im Grunde hätte aus dem aufgepeppten Stoff dieses Teiles eines der besseren Sequels der Reihe werden können, allerdings nicht mit der MPAA im Nacken. Was hier im Vorfeld schon herausgeschnitten wurde, ist für einen einfach gestrickten Slasher, der zum großen Teil von den Goreszenen lebt, einfach zu viel. Eine Herz-Raus-Szene zu Beginn ist noch zu bewundern, der Rest ist leider auf ein eher harmloses Maß verkümmert, bei dem nur noch der schwarze Humor amüsiert. Der geht nämlich fast immer mit den immerhin kreativen Killings einher. So spitzt sich die zweite Hälfte dieses Sequels auch nur dürftig zu und hinterlässt den Gesamteindruck eines gut gemeinten, allerdings zu harmlosen Slashers, von deren Sorte es mittlerweile einige bessere gibt, selbst wenn die Story und die Darsteller meist auch nicht mehr hergeben. Frank Mancuso entwickelt unbeirrt eine florierende Freitag-Produktion aus dem ehemaligen B-Movie, wen stört da noch die fehlende Quintessenz. Und wer den Sinn des Ganzen nicht so recht wahrhaben will, ist wahrscheinlich sowieso schon bei Teil 2 ausgestiegen.

Fazit: Fängt witzig an und lässt stark nach, schade eigentlich. 5/10 Punkten

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