Die sechste Runde ist eingeläutet und Jason ist wieder da, wunderschön frankensteinesk wiedererweckt durch Blitzeinschlag in sein Grab.
Dennoch muß man sagen, daß dieser und alle weiteren Beiträge zur Serie inzwischen nur noch der Vollständigkeit halber gesehen werden können, denn die immer gleiche Formel ist inzwischen so ausgelutscht, daß sich hier gar nichts mehr regt.
Immerhin leiten wir vom fünften Teil gut über, denn Tommy Jarvis, der schon in Teil 4 (als Kind) und 5 (als angeknackster Teenager) dabei war, ist in heller Panik über seine letzten Erlebnisse und buddelt mit einem Freund den Bösling wieder aus, der allerdings schon gut madig ist. Natürlich gewitterts dabei heftigst, obwohl sich die Bäume im Hintergrund nicht rühren, wogegen unsere Helden fast abheben. Ja, das ist Qualität!
Sobald der Maskenträger aber wieder erwacht ist, stirbt der Film in einem Strudel der Einfallslosigkeit: der Sheriff glaubt unserem Tommy nicht, der sich natürlich auch aufregt, wie die Axt im Wald, was wiederum das blonde Sheriffstöchterlein knuffig macht. Derweil hat man Crystal Lake einfach mal umgetauft und schon weiß keiner mehr von Mr.Vorhees guter Quote. Sischer dat...
Und so metzeln wir uns durch den Tann, vorbei an Jugendbetreuern, Friedhofsschauflern und Gotcha-Spielern, wobei letztere wohl so etwas wie Humor in den Film bringen sollen, obwohl der in Statik fast ersäuft. Die Goreszenen sind nicht so graphisch, sondern mehr angedeutet, einige nette Einfälle sind dabei und technisch ist das solide gemacht, nur vom Hocker reißt da nichts mehr.
Selbstmurmelnd, daß die lieben Kinderlein im Camp am Ende alle überleben, die Betreuer alle nicht! Aber dafür entschädigt ein halbwegs brauchbarer Showdown im See, der wie üblich alle Türen für die unvermeidliche Fortsetzung offen ließ.
Dennoch bleibt das nur noch eine hohle Nuß, die halbwegs gut ausschaut, weil der Vorgänger der totale Graupenfilm war. (3/10)