Review
von Leimbacher-Mario
FrankenJason
Nach „A New Beginning“ waren Jason, seine Machete und die Jungs von Paramount echt in Bredouille. Was Imposter alles anrichten können… Nun lag es an Part VI von Tom McLoughlin den Slasherzug wieder auf Hochtouren zu bringen - oder zumindest auf's richtige Gleis zu stellen! Und das für einen recht blutigen Anfänger auf dem Regiestuhl, selbst wenn „One Dark Night“ zuvor alles andere als ein schlechtes Debüt war. Zudem war die Konkurrenz mit Freddy in Hochform und massig an Schlitzernachahmern dichter denn je und vor allem wollten die Fans endlich wieder den „echten“ Jason Teens abmurksen sehen - und zum Glück gab ihnen McLoughlin mit „Jason Lives“ nahezu alles. Und mehr!
„Jason Lives“ kann bei mir echt Ambitionen anbringen, zum Favoriten des Franchise aufzusteigen. Ich mag einfach verdammt viel an McLoughlins mutiger, easter eggiger und prestigeträchtiger Inszenierung. Fast würde das besser zu sowas wie „Tremors“ ein Jahrzehnt später passen als zum alten Holzfäller Jason… Zum ersten Mal ist Jason fast schon wirklich der Star der Show, und das nicht mehr heimlich. Es werden Horrorklassiker am laufenden Band zitiert und reflektiert. Der Look allein erinnert oft eher an alten Universalhorror als an gemeine Campslasher. Die Kills sind kreativ (wenn auch mal wieder spürbar zurechtgestutzt von den Behörden), die Atmosphäre ist dichter als zuvor, Jason ist bulliger und besser. Man spürt McLoughlins Liebe zum Genre und seine Freude daran, das Franchise neu zu erfinden und mal etwas Anderes zu wagen. Da gehe ich dann (obwohl Jason das erste Mal auf echte Campkinder trifft!) doch recht gerne eine Stufe runter in Sachen Spannung und Grusel - man kann wohl nicht alles haben…
Fazit: die wenigste Spannung, die größte Unterhaltung der Reihe? „Jason Lives!“ ist eine famose Frischzellenkur für das Franchise und eine Achterbahnfahrt für Horrorheads - mit Hommagen, Augenzwinkern und Action galore!