Review

Ha! Für Folme wie diesen wurde das Wort "geil" erfunden. Dominique Othenin-Girards Horrorstreifen ist nicht wirklich gut, aber er ist einfach in vielerlei Hinsicht geil. Die Hauptfigur, Lilith (Isa Andersen), ist naturgeil. Sie ist ein Sukkubus & ernährt sich von Blut, vom Schmerz & von der Lust ihrer Opfer. Ihre Opfer sind geil, weil sie Lilith an die Wäsche wollen & ihre langen, krallenartigen Fingernägel auf & in ihrem Körper spüren wollen. Dass sie das nicht überleben, ist Nebensache.

Der Look des Films ist geil. Die Optik durchzieht ein europäisches Flair (kein Wunder, ist der Regisseur doch Schweizer), vermischt mit der grellen Ästhetik der 1980er-Jahre. Und Night Angel ist 80er-Horror pur, was natürlich auch geil ist. Und wo wir schon bei geil sind... Für die spritzigen Make-Up-Effekte sorgten Steve Johnson & K.N.B. & die durften sich ordentlich austoben. Neben deftigen Gore-Szenen gibt's da auch einen kleinen Blick in die Hölle, wo Menschen mit Stacheldraht malträtiert werden & eine gewichtige Frau Riesenbrüste hat, die einen angucken, weil sie Gesichter haben.

Neben den Protagonisten Linden Ashby als Craig & Debra Feuer als Kirstie spielen auch Karen Black als Chefin eines Mode-Magazins & Doug Jones als einer ihrer (nervigen) Angestellten. Die Songs stammen u. a. von Screamin' Jay Hawkins, Shelley Speck & Leif Garrett. Auch geil.

6,6/10

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