Mit „The Wanderers“gelang Philip Kaufman ein gelungenes Actiondrama,das über rivalisierende Jugendgangs zur Zeit der 60er berichtet.
Bronx 1963:Die meisten Jugendlichen gehören einer Gang an.Da haben wir den Italiener Richie,den Anführer der Wanderers oder die glatzköpfigen Baldies.
Nicht nur zwischen den Banden herrscht Zoff,sondern auch innerhalb der Gruppe,zudem sind Probleme in Familien vorhanden und auch Eifersüchteleien gehören zum Alltag der Jugendlichen.Am Ende kommt es nach einem Baseballspiel zur großen Schlacht.
Der Film bietet Abwechslung am laufendem Band:Zwischen spannenden Passagen(Verfolgung von Turkey) und ernsthaften Themen(Vater ist ein Tyrann und geht fremd),kommt auch der Humor nicht zu kurz(Busengrabschspiel,Strip-Poker).
Dabei wurden Kleidung und Kulissen sorgfältig in Szene gesetzt und auch das Einbinden der Ermordung JFKs verleiht der Handlung die notwendige Authentizität.
Was aber am meisten zur Partylaune beiträgt,sind die geschickt eingebundenen Oldies seiner Zeit,die jeder kennt.Von Dions „Wanderer“über „Wipeout“von den „Surfaris“,da gibt´s so einige musikalische Evergreens auf die Ohren.
Die Darsteller sind bis in die letzte Nebenrolle gut besetzt.Besonders an „Terror“,den Anführer der Glatzköpfe,kann man sich erfreuen,wozu sicher auch die deutsche kermitartige Stimme beiträgt.
Einige Figuren wirken dabei allerdings leicht überzeichnet und klischeebeladen,wie die Karate-Asse „Wongs“oder die alternden Mafiapaten.
Dennoch,der Film macht durchweg Spaß und ist abwechslungsreich und kurzweilig.Sehr zu empfehlen!
8 von 10 Punkten