Dass man für einen gelungenen Zombiefilm nicht unbedingt innovative Ideen braucht, sollte ja hinlänglich bekannt sein. Ob die Kreaturen nun aufgrund eines Fluches, einer Seuche oder irgendwelcher Chemikalien auf die Lebenden losgelassen werden, spielt im Grunde keine Rolle, denn die dadurch entstehenden Situationen sind in den meisten Fällen immer die gleichen: Ein paar Menschen, die ums nackte Überleben kämpfen und dabei ordentlich untote Köpfe rollen lassen. Auch der Genrebeitrag „Dead Meat“ macht da keine Ausnahme.
Leider gelingt es den Machern aber bei weitem nicht, qualitativ in der ersten Liga mitzumischen und das obwohl die Ansätze schon recht gelungen sind. Es wird zunächst einmal nicht lange gefackelt, sondern schon nach einer kurzen Einleitung zum Survival-Szenario übergegangen, das in den ersten Minuten noch durchaus fesseln kann und mit seiner düsteren Grundstimmung auch die konsequent humorlose Marschrichtung des Plots vorgibt. Allerdings verflacht die Handlung danach zusehends, was man wohl ohne Zweifel dem recht ideenlosen Drehbuch ankreiden kann. Es werden Zombies gekillt, geflüchtet, sich versteckt, wieder Zombies gekillt – immer im fliegenden Wechsel. Was in anderen Filmen auf die gleiche Art und Weise bestens funktioniert, erscheint hier einfach nur monoton und künstlich in die Länge gezogen. Der blutige, aber verhältnismäßig unspektakuläre Showdown und die fiese Schlusspointe retten den Streifen letztenendes noch über die Zielgerade, was den Gesamteindruck aber nur bedingt aufwertet.
Auch schauspielerisch tut sich erwartungsgemäß wenig. Die Darsteller wirken allesamt recht gelangweilt und können die im Großen und Ganzen gelungene Atmosphäre kaum unterstützen. Weder zeigt die junge Frau auch nur ein Anzeichen von Trauer über ihren gerade getöteten Freund, noch sympathisiert man in irgendeiner Weise mit dem seltsam unbekümmert wirkenden Desmond und über den höchst nervigen älteren Herr nebst Gattin verlieren wir lieber kein Wort. Die Charaktere wirken einfach kühl und leblos, sodass man als Zuschauer zu keinem Zeitpunkt wirklich mit ihnen mitfiebern kann.
„Dead Meat“ ist ein eher unterdurchschnittlicher Genrebeitrag, denn die solide Grundidee wurde zwar mit einem Gespür für Atmosphäre umgesetzt, wirkt aber trotzdem inhaltsleer. Die Handlung hätte locker in einen 20minütigen Kurzfilm gepasst, so aber erscheint der gesamte Mittelteil nur wie eine lahme Handlungsbrücke zwischen dem flotten Auftakt und dem bitteren Ende. Für Genrefans noch einen Blick wert, doch es gibt eindeutig bessere Filme dieser Art.