Dead Meat war vermutlich der erste irische Film, den ich gesehen habe. Es handelt sich dabei um eine Art Zombie-Film, allerdings ist wie bei 28 Days Later eine Krankheit der Auslöser. Der Rinderwahn BSE ist so mutiert, dass die Rinder in Irland Menschen angreifen. Diese werden daraufhin ebenfalls krank, greifen und stecken ihre Mitmenschen mit Bissen an und ernähren sich von Menschenfleisch.
An sich ist Dead Meat gut in Szene gesetzt, aber man merkt dem Streifen das kleine Budget deutlich an. Zunächst das Positive: An Gore-Effekten wurde nicht gespart. Die Filmemacher hatten ein paar nette Ideen (z.B. Auge mit dem Staubsauger raussaugen) und diese werden dann auch wunderbar und ohne schnelle Schnitte oder ähnliches umgesetzt. Dazu kommen noch ein paar witzige Sprüche und agressive Rinder (unfreiwillige Komik), die den Film Dead Meat erträglich machen.
Ansonsten gibt es aber nicht viel Gutes über den Film zu berichten. Er spielt ausschließlich im irischen Hinterland. Es wird wohl das Budget gewesen sein, warum die Charaktere sich die ganzen 79 Minuten durch irgendwelche Wiesen kämpfen und es sonst keine Abwechslung gibt. Mit Farbfiltern wurde dabei eine steril wirkende Atmosphäre geschaffen. Auf den Zuschauer wirkt das Ganze mit der Zeit ziemlich öde. Dies liegt auch daran, dass die Schauspieler nicht wirklich überzeugen und als Hauptwaffe gegen die Infizierten bis zum Schluss immer wieder eine Schaufel eingesetzt wird. Zwischendurch gibt es wenige kurzweilige Tode zu sehen, diese sind aber so rar gesäht, dass beim Zuschauer einfach Langeweile aufkommt. Dazu kommt, dass viele Ideen (sei es das Drehbuch, sei es die Art der Kameraführung und noch einiges mehr) von Genre-Highlights wie Bad Taste, Tanz der Teufel & Co. unlängst bekannt sind.
Hier haben sich - das macht den Film sympathisch - eindeutig Zombie-Fans ausgetobt. Das Ganze ist aber zu eintönig und einfallslos, als dass man den Film ein zweites Mal sehen wollte. Gekrönt wird das Ganze von einem ätzenden Soundtrack.