Review

Heiliges Blechle! Gedreht in den Original Evil Dead Wäldern!!!
Was bedeutet das für den Film?
GAR NICHTS. (Man kann ja eh nicht kontrollieren, ob diese werbewirksame Aussage stimmt.)

Einen echt schwierigen Brocken haben gleich vier "Regisseure" hier hingerotzt. Die "Story" bietet das Übliche: verzogene Jugendliche mit einem Erwachsenen als Aufpasser in der Wildnis - der Rest ist Schweigen, bzw. Zombie-ähnliche Besessene und eine böser Buhmann!
Der Prolog erscheint da sogar ziemlich vielversprechend: Atmosphärisch, unheimlich, mit einem nicht nervigen Kinderdarsteller... Zehn Minuten später ist der Film eigentlich schon am Arsch. Übelste, moderne Billig-Video-Optik, dummes Gelaber und stereotype Knallchargen. Dazu gesellen sich im Laufe dieses unausgegorenen Amateur-Möchtegern-Funsplatter noch übelste Filmfehler und völlig unfähige Kameraführung.
Die primäre Frage des Zuschauers während der ersten halben Stunde ist eigentlich: Warum wird dieser Amateurfilm als großes Genre-Kino verkauft?!

Doch was macht diesen Heuler jetzt trotzdem goutierbar? Ich weiß es gar nicht genau! Aber auf eine seltsame, fast schadenfrohe Art und Weise hat er mich doch unterhalten. Klar, der Riesenbatzen unfreiwilliger Humor macht viel aus. Aber auch der beschmierte richtige Humor und die Amateur-Darsteller sind irgendwie amüsant. Die Effekte, die gnädigerweise nach ewigen Minuten Gelabers mal auftauchen, sind natürlich auch billig. Zudem geht der Splatter-Express nicht wirklich ab, die wenige on screen Action geht meist in den gefakten Nachtaufnahmen unter. Und fast das komplette letzte Drittel spielt in diesem geilen, bläulich-grauen Nachtmodus, bei dem jedem Volldullek klar ist, das diese Szenen bei hellstem Sonnenschein gedreht wurden! Voll Scheiße, klar, aber man gewöhnt sich wohl dran.
Das einzig positive an dieser Videokamerakacke sind die optischen Verzerrungen und Farbspielereien beim Drogentrip des Kifferschlumpfs.
Was gibt's sonst? Ein matschiges Brei-Finale, bei dem man jedoch unweigerlich an Babynahrung und seltsame Selbstfindungskurse von seeehr esoterischen Menschen denken muß.

Tja, was ergibt das jetzt im Endeffekt? Einen billigen do-it-yourself-Film mit einigen netten Einfällen und voll nerviger Optik, ohne die erwartete Splatterparty aber mit ein bißchen titts und asses. Und wenn man das vorher weiß und bock auf so einen Kot hat, geht das voll in Ordnung! Irgendwie hat der Film was. Ich weiß noch nicht was, aber es kann Spaß machen.
Nachdem der Abspann schon losgelegt hat, gibt es noch eine Art Epilog, welcher für mich aber so überflüssig wie unverständlich war. Im weiteren Abspann kommen dann noch die typischen, Amateur-mäßigen shots von den Dreharbeiten und verpatzten Szenen. 
4/10

MovieMadness

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