Mit diesem Film beweist Oscarpreisträgerin Halle Berry, daß sie nicht schauspielern kann und daß ihr Oscar eine Farce war.
Man kann sich schon fragen, welche Berechtigung ein Film über einen so langweiligen Batman-Nebencharakter hat. Die Frauen-Power in die Comic-Verfilmungen bringen? Vielleicht. Oder etwa den männlichen Kollegen zeigen, wie es wirklich geht? Wie schön wäre es gewesen. Halle Berry tritt im Namen der Emanzipation an und versagt auf voller Linie. Und das nicht nur, weil sie keinen Actioncharakter glaubhaft verkörpern kann. Eine so schlechte schauspielerische Darbietung hat man selten gesehen. Halle langweilt sich und uns durch den ganzen Film. Sie gibt einem zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, als hätte sie die Schauspielerei jemals gelernt oder gemocht.
Die anderen Schauspieler schienen auch nicht gerade sehr motiviert zu sein. Ihre Charaktere bleiben eindimensional und blass, was nicht nur am unsäglichen Drehbuch liegt.
Auf den Film braucht man fast nicht einzugehen, da er eh nur auf Halle ausgerichtet ist. Schlecht choreographierte Action gibt es in zwei bis drei überflüssigen Szenen. Sonst keine. Trotz des hohen Budgets sehen die Computereffekte wie vom Hollywood-2/86er aus. Computerspiel pur, aber ein veraltetes.
Die tolle Story "für die emanzipierte Frau" sieht so aus, daß Catwoman gegen ein neues Kosmetikprodukt kämpft. Dazu gibt es eine absolut nervtötende Liebesgeschichte, in der sich Catwoman und ihr Polizisten-Lover zunächst auf dem Basketball-Platz eines Hauptschul-Pausenhofes und danach auf dem Rummel gegenseitig beeindrucken und näherkommen, ohne überhaupt irgendwas voneinander zu wissen.
Das übelste an dem "Film" ist aber seine Musik. Was gehört in eine Comic-Verfilmung mit Action? Alles außer Billig-Soul. Doch mit diesem unerträglichen Gedöns ist der halbe Film unterlegt. Der Zielgruppe mag es gefallen, mir nicht. Aber irgendwie passt es zum Gesamtbild des Films.