Abt.: Juhu, der Shatner fliegt wieder (er blaibt zwar am Boden aber es geht um Flugaction)
Nach dem mysteriösen Absturz eines Kollegen wird der Testpilot Hank Thomas suspendiert. Monate später tritt sein Chef Major Carson mit einem Geheimauftrag an ihn heran: Hank soll den Tarnkappenbomber "Falcon" samt Mikrowellenkanone klauen. Erst als die Maschine unterwegs angegriffen wird, begreift Hank, dass er finsteren Plänen auflag. Ihm bleibt nur die Notlandung auf dem Eis.
Um mal mit dem fazit vorweg anzufangen, Falcon Down ist ein mäßig unterhaltsamer Actionfilm im typischen Stil einer Fernsehproduktion. Was mir allerdings hier besonders die Suppe verhagelt hat ist der Obertorfkopf von Hauptdarsteller, den seine Mutter auf den Namen Dale Midkiff getauft hat. Eigentlich ist es auch eher seine Charakter, den er zu spielen hat, an sich ist er der typische Held den man sich für solche Nebenprojekte in den Cast holt und dafür ist er ganz brauchbar.
Allerdings ist hauptsächlich ER Schuld das sein Busenkumpel zu Beginn mit seinem Flieger abstürzt, denn ER schlägt vor noch ein paar Angeberspielchen vor Übungsende abzuziehen und ER wiederspricht als sein Partner kurz vor seinem Exitus zurückkehren will und ER hat anschließend bei der militärischen Anhörung noch rumzunölen und Aufklärung des Unfalls zu fordern (Schau in den Spiegel du Held, dann siehst du die Ursache). In der Folge pocht ER streng auf Einhaltung der Menschenrechte, Genfer Konvention und weiß nicht was noch alles, als einer seiner Mitstreiter Wachen erschießt, hat aber dafür keine Probleme einen sich fast schon ergebenden zu erschießen und kaltlächelnd eine U-Boot Besatzung in den Tod zu schicken, aber da waren ja auch nur Chinesen und Vaterlandsverräter an Bord. Wow, so ein scheinheiliges A..loch hab ich schon lang nicht mehr als Protagonisten gesehen.
Sorry, das mußte jetzt raus, aber der Typ hat echt genervt. Inhaltlich gehts mal wieder um einen entführten Prototypen, der nach China verkauft werden soll und so darf unser Sympathieträger wieder reaktiviert werden, nachdem man ihn für seine Glanzleistung von damals aus der Air Force suspendiert hat (zurecht). Nach einem mittelmäßigen Einbruch in die Hallen der Herstellerfirma, kann der Flieger erfolgreich gemopst werden, allerdings stellt sich heraus das der Auftrag nicht von der amerikanischen Regierung kommt, sondern von der Planenappern selber, so das unser Lieblingsknallkopp den McLane macht und den Rest der Entführercrew ausschalten muß, um die Übergabe an ein chinesisches U-Boot zu verhindern, das den Superflieger mit seiner Mikrowellenbewaffnung unter Wasser nach Fernost schleppen soll.
Nicht nur das die technischen Hintergründe bei Falcon Down mehr als fragwürdig sind, so gibt sich der Film auch noch ein dokumentarisches Mäntelchen um. Wenn man den Interviewschnipseln und den texttafeln am Ende glauben darf (lol), handelt es sich hier um eine wahren Begebenheit und die Beteiligten werden, wohl von der Regierung selbst, für deren Wissen ermordet, ohne jetzt Details zu kennen, darf man diese künstliche Laufzeitverlängerung aber wohl sicher auf die Fantasie des Drehbuchautors schieben.
Wer Captain Kirk immer mal als einen schändlich Vaterlandsverräter sehen möchte und gegen unblutige Fernsehunterhaltung nicht hat, kann ruhig mal einen Blick auf diesen Film richten. Er bietet zwar nichts neus oder besonders aufregendes, aber zumindest leidlich solide Unterhaltung.
3/10