Review

„Kontroll“ist ein Film aus Ungarn.Diese Tatsache ist genauso ungewöhnlich wie der Film selbst.

Bulcsu ist Fahrkartenkontrolleur in der Budapester U-Bahn.Er und seine Arbeitskollegen haben einen verdammt undankbaren Job und müssen sich tagtäglich mit aggressiven Gästen herumschlagen.Zudem erschwert ihnen ein U.Bahn-Schubser die Arbeit,der scheinbar wahllos zuschlägt.

Das ist mal ein etwas anderer Film.Der Schauplatz beschränkt sich ausschließlich auf die dunklen Gewölbe der U-Bahn,in denen wir die Arbeit der Kontolleure verfolgen dürfen.Das klingt zunächst langweilig,ist es aber ganz und gar nicht,denn bis auf einige Längen sind skurrile und schwarzhumorige Situationen an der Tagesordnung und der sarkastische Humor kann an einigen Stellen für gute Lacher sorgen.
Der Film steckt voller Metaphern und hat einige Handlungsstränge aufzuweisen,doch leider – und das ist der große Nachteil – werden diese nicht konsequent verfolgt und wirken oft zu konstruiert,man wollte möglichst viel in die Handlung reinpacken-für meinen Geschmack etwas zu viel.
Der Schubser tritt am Anfang auf,gerät fast die ganze Zeit in den Hintergrund und taucht nur am Ende noch mal auf,was im Übrigen viel Platz für Interpretationen zulässt.Vielleicht hätte man diesen Handlungsstrang eher weglassen sollen.

Der Regisseur wusste offensichtlich nicht,worauf er mit seinem Debüt hinsteuern wollte,so bleibt am Ende ein durchwachsener Eindruck mit guten Ansätzen vor allem in der Optik und dem Score,aber insgesamt zu inkonsequent.
7 von 10 Punkten

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