Inhalt:
Der Norden Chinas..., im 12. Jahrhundert. Die Herrschaft der Sung-Dynastie ist bedroht, das Volk der Dschurdschen..., beheimatet im Osten der Manchurei, will in Nordchina ihre Jin-Dynastie (1125-1234) errichten, und ihre Macht bis zum gelben Fluss ausdehnen.
Das Jin-Heer zieht brandschatzend, mordend und vergewaltigend durch das Land...!
Der Mönch Zhi Xing (Lau Jan-Ling aka Liu Zhenling) verstieß gegen die harten Regeln des buddhistischen Baoguo-Tempels, und wurde zu einer asketischen Mission, zusammen mit seinem Sifu, verurteilt.
Zhi Xing legt sich mit den Jin an..., es kommt zu etlichen Kämpfen, und Zhi beherrscht ein herausragendes KungFu.
Er kehrt in das Kloster zurück..., welches von den Jin bedroht wird. Doch kann General Lin dem Tempel durch seine Truppe, die auch Kampf-Adler und -Falken einsetzt, noch einmal Entsatz bieten.
Zhi Xing soll noch einmal bestraft werden, da die Abtei ihn dafür verantwortlich macht, dass wegen ihm die Jin den Tempel angriffen.
Zhi Xing flieht..., und als ein Unschuldiger von den Jin vor seinen Augen brutal getötet wird, ist das Maß voll.
Zhi Xing startet seinen persönlichen Rachefeldzug gegen die Jin. Mehrere Anführer sollen durch seine Hand sterben..., schließlich wenden sich die Jin wieder gegen den Tempel.
Zhi Xing stellt sich einer ganzen Armee entgegen.....
Fazit:
"Arhats in Fury" ist ein rotchinesischer Eastern..., in der Volksrepublik China im Jahre 1985 unter der Regie von Wong Sing-Loy für die Labels "Nan Hai Film Company" und "Palace International Film Company" entstanden.
In hell-klaren Hochglanzbildern gehalten..., in pittoresken Landschaften mit Gebirgswäldern, Felsmassiven, in echten Tempel-Kulissen spielend, bildkompositorisch stark fotographiert, erzählt Wong Sing-Loy leider nicht immer sehr kohärent-stringent eine Story um einen Mönch, der entgegen der Lesart ´seines´ Tempels die Regel des aufgelegten Pazifismus bricht, und sich feindlichen, marodierenden Invasoren entgegen stellt.
Ja, die Schauwerte sind bestechend, die pittoresken Locations überzeugen..., die Komposition der wuchtigen Bilder beeindruckt, Farbsättigung und Kostüme, der ganze kolossale Abenteuer-Look ist alles andere als kostengünstig gestaltet.
Aber leider ist die Storyline vor allem am Anfang fast zusammenhanglos wirkend, und erst im Laufe des Films kommt sowas wie ein "roter Faden" auf, den der Betrachter denn auch aufnehmen kann.
Das hätte runder und stringenter in Szene gesetzt werden müssen..., dann hätte "Arhats in Fury" gar das Zeug zum Klassiker gehabt, und der Film wäre sicher auch im Westen wesentlich bekannter geworden.
Immerhin läuft sich das alles denn noch so zurecht..., ein abtrünniger Mönch fast im Alleingang gegen eine ganze invasive Armee. Darum geht es..., und das muss als "roter Faden" dem Zuseher reichen.
Das Volk der Dschurdschen..., einst im Osten der Manchurei beheimatet..., im Jahre 1125 errichteten sie im Norden Chinas eine eigene Herrscher-Dynastie, in der Historie als "Jin" bekannt (erst im Jahre 1234 endete diese Herrschaft im Norden Chinas, als erst Dschinghis Khan, dann sein Sohn Ogedei Khan, das Reich der Jin vernichteten und dem mongolischen Imperium einverleibten).
Um diesen Kampf und diesen historischen Background geht es hier..., und die Anführer dieser Invasoren... sie sind hier die Villains, die als brutale, grausame Typen gezeichnet sind.
Die Darsteller sind einem westlichen Publikum nahezu völlig unbekannt..., rotchinesische Schauspieler.
Die Heldenrolle hat hier ein Darsteller namens Lau Jan-Ling (aka Liu Zhenling)..., er verkörpert den aufsässig-abtrünnigen Mönch als verbissenen Mann, der die Gewalt der Okkupanten nicht mehr ertragen kann, und gegen an geht, die pazifistischen Regeln seines Tempels dabei missachtend.
Das macht er soweit überzeugend..., in einer Mischung aus Kälte und Aufregung.
Alle anderen agieren solide und durchaus mit agiler Spielfreude.
Wichtig ist natürlich auch hier die Action..., das ´nördliche´ KungFu, schneller und schnörkelloser wirkend als die ´südlichen´ Techniken, steht hier im Vordergrund. Und die heftigen Fights sind voller Drive, dynamisch und rasant, voller agiler Körperbeherrschung geht es zur Sache.
Und die Kämpfe werden im Verlauf dieses Easterns immer blutiger und erbitterter.
In der finalen Phase ist KungFu-Action-Total denn angesagt..., dass man fast den Überblick verliert.
"Arhats in Fury"....,für Eastern-Fans lohnt sich ein Blick auf diesen aufwändig produzierten Martial-Arts-Abenteuerfilm aus der Volksrepublik China. Man merkt dem Streifen seine materielle und bildkompositorische Ambition an..., etwas mehr Stringenz und Kohärenz in der Storyline, hätte "Arhats in Fury" besser getan und runder gemacht.
Knappe 7/10 Punkte kann sich "Arhats in Fury" dennoch erfighten.