Review

Ich habe mich sehr gewundert, warum der Film so zerrissen wurde. Vermutlich haben sehr viele Besucher des Films etwas vollkommen anderes erwartet, weil zugegeben der Trailer auch etwas vollkommen anderes verspricht. Wer mit „The Village“ Horrorkino à la „Wrong Turn“ oder „Darkness Falls“ erwartet, wird wohl im Anschluss enttäuscht sein. Im Zentrum der Geschichte steht eine Gruppe von Dorfbewohnern, die zurückgezogen als Selbstversorger leben und um die sich seit Jahren ein Geheimnis spinnt. Im Wald lauern seltsame Wesen - die „Unaussprechlichen“, die aus zunächst unersichtlichen Gründen regelmäßig ins Dorf kommen, die Haustüren rot markieren und dabei gehäutete Tierkadaver zurücklassen.

Da der Film, ähnlich wie seine Vorgänger „Unbreakable“ oder „The sixth Sence“ nur Sinn machen, wenn man die Story, insbesondere die Auflösung nicht kennt, werde ich hierzu auch nichts weiter sagen.

Besonders positiv möchte ich die geniale Kameraführung erwähnen, die zusammen mit sehr glaubwürdigen Schauspielern (allen voran Joaquin Poenix) und vortrefflichem Sound eine wunderbare Atmosphäre schaffen. Eine Handvoll netter Schreckeffekte, zahlreiche Geheimnisse, die sich sukzessive auflösen und viele Wendungen, lassen die Geschichte an keiner Stelle des Films langweilig werden. Weiterhin haben mich die hellen, satten Farben der Bilder sehr beeindruckt, die als Kontrast zu der teilweise recht düsteren Stimmung sehr effektvoll rüber kamen.

FAZIT: Davon abgesehen, dass der Zuschauer, der den Trailer kennt wohl etwas anderes von dem Film erwartet, ist an demselben dem ungeachtet nichts auszusetzen. Mich hat er sehr fasziniert, da bis zum Schluss immer wieder neue Überraschungen einen „Aha-Effekt“ auslösen. Überzogen oder unglaubwürdig fand ich das mitnichten, stattdessen sehr interessant.

08/10

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