Review

Leicht philosophisch angelegter Horror über Leid und Gewalt - Leider ziemlich langweilig.
Shividang ("the sixth sense") hat bei diesen Film nicht nur Regie geführt und das Drehbuch geschrieben, er hat sogar produziert. Aber soviel baden im eigenen Saft geht selten gut. Und auch hier führt das Ergebnis zu Langeweile. Dabei ist eigentlich so vieles gelungen: Der Horror ist - sofern es mal spannend wird - atmosphärisch dicht umgesetzt. Die Hauptdarsteller: William Hurt und Sigourney Weaver sind erstklassig und auch die Aussage des Films: Ob man Leid und Gewalt verhindern kann, ist interessant und für einen Film recht tiefschürfend umgesetzt.
Aber trotzdem ändert das nichts an dem großen Mangel des Films - Es kommt keine Sogwirkung auf, zuoft fragt man sich wann der Film endlich zuende ist. Die Dialoge sind hölzern und zäh. Die Handlung schleppt sich so dahin. Die Farben sind blass (was zwar gewollt ist, aber ... ) und die jungen Erwachsenen sind zu fremdartig um sich mit ihnen zu identifizieren.
Dazu kommen auch ein paar zu unglaubwürdige Wendungen - Wie soll bitteschön eine Blinde in einem ihr fremden Wald (!) nicht nur zunächst einen ihr unbekannten Weg finden, sondern auch noch zurück? Und ein bisschen zu einfach wird die Gesellschaft dann auch noch einen Schädling los. Man wünscht sich, dass beim nächsten Mal jemand Shivdeng auf die Finger haut - Also einen Produzenten, der ihn notfalls noch mal in den Schnittraum schickt, denn vom Potential her gehört er eindeutig zu den interessantesten Machern der Zeit.

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