Bei einigen Filmskripts fragt man sich durchaus, welche halluzinatorischen Drogen die Drehbuchautoren eingeworfen haben, als sie großen Mist verzapften. „Ey Mann - Wo is´ mein Auto?" ist so ein Fall - oder auch „Bud und Doyle - Total Bio, garantiert schädlich". Denn diese infantile und lärmende Gagparade findet man wohl nur dann über die gesamte Laufzeit komisch, wenn man stoned ist.
Zur Story: Die beiden College-Deppen Bud (Pauly Shore) und Doyle (Stephen Baldwin) verirren sich bei einer Pinkelpause (!) in ein biologisches Experiment: den BIODOME. Forscher wollen dort in einem riesigen Treibhaus und Biotop abgeschottet von der Umwelt ein jahr lang überleben. Da es sonst das Experiment gefährden würde, müssen Bud und Doyle eben dableiben. Doch die beiden Hirnis haben nur Blödsinn im Kopf und verbreiten Chaos, während ihre Öko-Freundinnen draußen anderen Kerlen nachlaufen. Das geht natürlich nicht lange gut...
Bud und Doyle kann man wohl am ehesten als die älteren Brüder von Beavis und Butthead bezeichnen, wobei älter dabei nicht unbedingt weiser heißen muss. Hysterisches, lärmendes Chaos im Minutentakt und Ekelgags (sie erraten anhand ihrer Fürze, was sie vorher gegessen haben) sorgen dafür, dass dem Zuschauer die beiden scheinbar unter den Einfluß von Aufputschmitteln stehenden, hyperaktiven Vollidioten spätestens nach einer halben Stunde gehörig auf die Ketten gehen. Die Handlung ist dabei so hanebüchen und komplett sinnfrei, dass sie sich kein gedanklich klarer Mensch hätte ausdenken können und voll gestopft ist mit Logiklöchern. Wie um alles in der Welt haben es Bud und Doyle aufs College geschafft? Warum hat ein ansonsten hermetisch abgeriegelter Gebäudekomplex ein unverschlossenes Fenster? Alles Dinge, die nicht beantwortet werden. Ebenso wie die Frage, warum Pop-Sternchen Kylie Minogue freiwillig eine Nebenrolle als Meeresbiologin in diesem Schwachsinn angenommen hat. Es verwundert kaum, dass Stephen Baldwin - einst ein viel versprechender Schauspieler; siehe „Die üblichen Verdächtigen" - nach dieser Gurke eine große Karriere versagt blieb und er sich mit Rollen in mäßigen B-Movies über Wasser halten muss. Auch die Öko-Botschaft bleibt im Dunkeln und spätestens bei genetisch manipulierten, explodierenden Kokosnüssen am Ende ist der Spaß endgültig vorbei.
Fazit: Was am Ende bleibt, ist die Erkenntnis, dass Schwimmer „glatt rasierte Pool-Nazis" sind (für mich der beste Gag des gesamten Films) und hysterische Schwachköpfe auf Dauer nerven. Nomen est omen: Das Drehbuch ist total Bio (-Müll) und der Genuss des haarsträubend dummen Films wird sich garantiert schädlich auf den Intellekt auswirken. Nur für "Ey Mann..."- oder „Beavis & Butthead"-Fans zu empfehlen.