Review


Inhalt:

Irgendwo in China, in einer früheren Epoche. Die Banditen-Gang des skrupellosen Banden-Chefs Han Lung-Feng (Tang Ti), überfällt die Residenz des Mei-Clans. Die Gangster sind hinter einer Schatzkarte hinterher.
Angeführt wird das Kommando von der Tochter Han´s, Red Chilli (Cheng Pei Pei), und deren Freund, Hsieh Kuang (Cheng Lui).

Während Red Chilli Nachsicht üben will.., tötet Hsieh Kuang wahllos, und lässt die Mei-Residenz brandschatzen. Der Chef des Mei-Clans (Wong Ching-Ho) fällt dem Überfall zum Opfer. Ohne die Schatzkarte verlassen die Banditen die brennende Residenz.

3 Männer des Mei-Clans sind nicht vor Ort, und erreichen den Schauplatz des Geschehens, Mei Fengchun (Chan Liang) der Neffe des Clan-Chefs, und seine beiden Mitstreiter (Ku Feng, Lau Kwan).
Mei Fengchun schwört den Gangstern Rache. Dazu will er sich in die Gang einschleusen.

Unter dem Pseudonym Mei Danhui, sich als Abtrünniger des Clans ausgebend, und mit der Schatzkarte ausgestattet, gelingt es ihm, sich in die Bande zu infiltrieren. Zudem kann er das Vertrauen Han Lung-Fengs erlangen, berät ihn, bildet seine Kämpfer aus, und Red Chilli verliebt sich gar in ihn!
Nur Hsieh Kuang und der 2. Unter-Boss (Fan Mei Sheng) der Banditen, bleiben misstrauisch gegenüber Mei Fengchun.

Als Mei mit der sehr jungen Xhiaohua (Lily Li) verheiratet werden soll, Red Chilli aber in die Rolle der Braut schlüpft, fliegt die Tarnung von Mei Fengchun auf.., es kommt zum Kampf und Mei wird gefangen gesetzt.
Doch nunmehr erfährt Red Chilli posthum ihre wahre Identität, und schlägt sich vollends auf die Seite Mei Fengchun´s!

Es kommt zum Show-Down zwischen dem von Red Chilli befreiten Mei Fengchun und eben Red Chilli sowie den erscheinenden letzten Mei-Fightern auf der einen Seite..., sowie Han Lung-Feng und dessen Kämpfern auf der anderen......


Fazit:

Im Jahre 1968 drehte Regie-Oldie Yan Jun für die Studios der Shaw Brothers diesen bunten, schön gefilmten, routinierten Swordplay-Eastern mit WuXia-Queen Cheng Pei Pei in der Titel-Rolle ab.
Der Streifen besticht durch das typische Shaw-Feeling, hell-klare Bilder, sehr schöne teils mondän wirkende Landschaften, die surreal wirkenden Studio-Sets der Shaw Brothers.., und dadurch durch eine angenehme Atmosphäre und dementsprechend Unterhaltungswert.

Gleich mit einem heftigen Kampf taucht Yan Jun in die Storyline ein.., um dann aber das Tempo fast abrupt zu drosseln. Leider setzen dann Dialogisierungen ein, und ein fast zäher Aufbau einer Geschichte. Es kommt fast Langeweile auf.., etwas umständlich versucht die Regie hier, dem Film eine gewisse Komplexität zu verleihen.
Auch die Schwertkämpfe hauen einen da nicht so recht vom Hocker.

Die Stärke des Streifens liegt dann in seiner Endphase.., als Cheng Pei Pei ihre wahre Abstammung erfährt, und das Tempo anzieht, alles mehr Drive erhält, und die Action rockt, die Schwertfights rasanter und vor allem blutiger werden. Für einen Eastern dieses Baujahrs ist das nicht schlecht, und entschädigt für die Längen im Film zuvor.
Das berühmte Shaw-Blut fließt.., und Cheng Pei Pei, die größte Schwertfighterin der 60er und anfangs der 70er innerhalb des Shaw-Kosmos, kann nunmehr all ihre Stärken ausspielen.

Cheng Pei Pei ist unbestritten auch der Star dieses Streifens, gleichwohl sie nicht immer im Zentrum des Geschehens steht. Ihre Figur darf auch mal Gefühl zeigen, so wie CPP ein variables Spiel vollführt.
Ihr Partner ist Chan Liang, der auch mehr im Bild ist, als die WuXia-Queen Pei Pei, er agiert als charismatischer Held, der an den Mördern seines Clans Rache zu nehmen gedenkt.

Shaw-Haudegen und -Vielfilmer Ku Feng ist mit dabei, Fan Mei Sheng und der von Misstrauen und Eifersucht geplagte Cheng Lui sind auf Seiten der Bösen, und spielen ihre Parts solide-routiniert runter.
Tang Ti agiert als oberster Bösewicht, ein etwas verkrampfter Charakter, so wütet sich Tang Ti durch seine Performance, irgendwie stark.
Viele Frauen-Rollen.., die sich im Mittelteil da leider etwas durch den Streifen labern.., neben Cheng Pei Pei eine hier noch damals blutjunge Lily Li.., Chiu Sam-Yin und Ou-Yang Sha-Fei runden das Damen-Ensemble ab.

"That fiery girl" ist insgesamt ganz ansprechende Unterhaltung für den Fan von Cheng Pei Pei und Anhänger der Shaw Brothers. Der Mittelteil besitzt eine gewisse Langatmig- und Umständlichkeit..., doch kann das rasante, blutige Finale mit mehr Drive und kernigeren Fights noch dafür entschädigen und die Sache rausreißen.

Noch solide 6,5/10 Punkte stehen für "That fiery girl" zu Buche.


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