Review

Voglescheuchenhorror gucke ich mir eigentlich immer ganz gerne an. Das ist auch der Grund weshalb ich mir „Scarecrow gone wild“ überhaupt zugelegt habe. Ein Fehler, wie sich herausstellen sollte.

Eine Gruppe Sport-Proleten hat es mal wieder übertrieben. Bei einem Aufnahmeritual binden sie einen Looser an eine Vogelscheuche, worauf dieser ins Koma fällt. Danach ist der Bär los. Denn die Seele der Flachpfeife fährt nun in die Vogelscheuche und jagt die Sportler mit einem Lied auf den Lippen am Strand.

Eine pfeifende Vogelscheuche am Strand? Jupp, leider wahr. Ich weiß auch nicht welcher Alkoholiker auf diese Idee gekommen ist. Fest steht aber, dass alle Beteiligten dieses Machwerks mit lebenslangem Filmverbot belegt werden sollten. Der Film geht nämlich als vorsätzliches Unterhaltungsattentat durch. Egal ob Handlung, Effekte, Kulissen, Schauspieler, Beleuchtung oder Musik, hier ist alles schlecht.

Auch der Bodycount kann hier nichts mehr reißen. Absolut unmotiviert runter gekurbelte Antieffekte können den Gorehound in keinster Weise zufrieden stellen und laden höchstens zum Lachen ein. Wirklich schon lange nicht mehr solch miese Effekte gesehen. Auch die Vogelscheuche ist eine Zumutung. Die Maske sieht aus wie ein genopptes Spaßkondom über die Rübe gezogen. Noch nicht einmal der Maskenhals wurde anständig unter das Kostüm gelegt. Klar, dass sich niemand vor diesem Ding fürchten wird.

Mit einer gefühlten Laufzeit von knapp zwei Stunden kommt einem der Blödsinn auch nicht gerade kurz vor. Und so mutiert der Film dann auch zur kompletten Zeitverschwendung. Allerdings soll eine Szene positiv hervorgehoben werden. Als zwei der Bekloppten nämlich auf ihren eingebuddelten Kumpel strullen wollen, ist der Bildschirmaussschnitt definitiv zu weit unten oder es wurde vergessen das Bild zu matten. Man sieht nämlich überdeutlich, dass die zwei nur so tun als würden sie ihre Schwänze auspacken und lospinkeln (sie ziehen kurz an ihren Hosen). Bei dieser Szene konnte ich mich vor Lachen wirklich kaum auf dem Stuhl halten. Selbst zu blöd so eine billige Szene zu inszenieren. Ansonsten wird aber auch dem Trash-Liebhaber nicht viel geboten, denn der Film ist einfach nur schlecht.

Fazit: Absolute Obergurke mit einem so behinderten Ende (ca. die letzten 20 Minuten), dass man nur von abraten kann. Wirklich nur Filmmasochisten zu empfehlen.

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