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Neulich in der Sneak…
Was soll man bei einem solchen Titel schon erwarten? Die Befürchtung ist eingetreten, dass der Film ebenso mies und pubertär ist wie seine deutsche Übersetzung. Das einzig bekannte Gesicht in diesem unsäglichen Ekelwitz-Marathon ist Chris Klein, der schon in „American Pie“ mitwirkte. Das Problem dabei ist nur, dass selbst „American Pie“ gegen diesen ausgelutschten Mist noch Oscar-Ambitionen anmelden dürfte.

Es verwundert auch kaum, dass die Story bei „Mein verschärftes Wochenende“ schnell erzählt ist: Zwei ungleiche Brüder – der introvertierte Ed (Brendan Fehr, „C.S.I. Miami“) und der Draufgänger Cooper (Chris Klein) – haben unterschiedlichen Erfolg bei Frauen. Während Cooper Jede herumbekommt, hat Ed – dem in seinem Job die Kündigung droht – immer das Nachsehen. An seinem Geburtstagswochenende soll Ed von seinem Bruder in Sachen Liebe und Sex Nachhilfe bekommen – mit turbulenten Folgen…

Was beginnt, wie eine „Jackass“-Ekellachparade gewinnt auch danach nicht an Klasse. In „Mein verschärftes Wochenende“ reiht sich Fäkalwitz an Fäkalwitz. Furzen im Fahrstuhl, Kacken beim Mexikaner ohne Klopapier und extrem behaarte Go-go-Tänzerinnen gehören da noch zu den harmloseren Sauereien über die sich der Zuschauer mokieren soll. Doch leider ist seit mehr als 5 Jahren das Haltbarkeitsdatum solcher Gags abgelaufen. Auch die Story könnte ausgelutschter und altbackener kaum sein: Der stereotype Klischee-Aufreißer bringt dem stereotypen Klischee-Trottel das „Klarmachen“ von Frauen bei. Dass Werbemann Ed früher einen ausgeprägten Videofimmel hatte, wo er all die animalischen Geschlechtspraktiken – die im Film immer wieder kurz zwischengeschnitten werden – die ihm im Laufe seines Lebens unterkamen archivierte, gehört dabei noch zu den originellsten Einfällen dieses uninspirierten „American Pie“-Verschnitts.

Fazit: Zugegebenermaßen hat „Mein verschärftes Wochenende“ eine Handvoll guter, wenn auch ekliger Gags zu bieten und unterhält streckenweise sogar leidlich. Damit ist aber die einfallslose Ekel-Parade nicht zu entschuldigen, die dem Zuschauer hier zugemutet wird. Bleibt unterm Strich ein dümmlicher, klischeehafter Flop mit miesen Darstellern. Das erklärt auch, warum dieser Film während der Fußball-WM aufs Kinopublikum losgelassen wird.

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