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Raph Fiennes spielt einen Agenten des britischen Geheimdiensts, der zusammen mit einer Wissenschaftlerin, gespielt von Uma Thurman den Einbruch in ein Forschungszentrum aufdecken soll. Auf den Überwachungskameras sieht man eine Doppelgängerin von Thurman, die scheinbar für den Einbruch verantwortlich ist. Die Spuren führen schließlich zu einem größenwahnsinnigen Wissenschaftler, der von Sean Connery gespielt wird und mit seiner Wetterregulierungsmaschine die Weltregierungen erpressen will.

Die Story ist eine Katastrophe. Ohne die Serie gesehen zu haben, behaupte ich einfach mal, dass sie der britischen Kult-Serie auf keinen Fall gerecht wird, zumal man sie eigentlich nicht mehr unterbieten kann. Die Charaktere sind klischeehaft und lächerlich. Der durchgedrehte Wissenschaftler ist so überkonstruiert und skurril, dass er beim besten Willen nicht gemein und hart wirken kann, wie man es als Zuschauer erwartet. Ralph Fiennes` Figur wirkt wie ein billiger James Bond-Verschnitt. Nachdem der Film vor seiner Premiere bereits radikal geschnitten wurde hätte jedem klar sein müssen, wie schlecht die Story ist, aber dass sie ein dermaßenes Desaster ist, hätte ich dann doch nicht erwartet. Die Wendungen sind unglaublich hohl und die Love-Story von Fiennes und Thurman ist so vorhersehbar, dass auch sie wirklich niemanden vom Hocker reißen kann. Das dämliche, beinahe trashige Ende setzt der verkorksten Story dann noch die Krone auf.

Der Unterhaltungswert ist leider auch eher mäßig. Durch die dämliche und realitätsferne Handlung kann überhaupt keine Spannung aufgebaut werden. Ein weiteres Problem ist, dass der Film sehr vorhersehbar ist und somit nicht einmal überraschen kann. Der Versuch, den Film durch die Love-Story auf eine emotionale Ebene zu ziehen, macht ihn nur noch vorhersehbarer, langweiliger und klischeehafter. Hin und wieder wird dann durch ein paar flache Gags versucht, wenigstens ein paar Lacher zu erzeugen, doch diese bleiben ebenfalls aus. Einzig und allein die soliden Action-Sequenzen gestalten den Film am Ende ansatzweise erträglich.

Regisseur Jeremiah Chechnik, der vor "Mit Schirm, Charme und Melone" als Regisseur kaum in Erscheinung treten konnte und angesichts dieses Flopps vermutlich auch nie wieder in Erscheinung treten wird, leistet schlechte Arbeit. Für die Story, die er nicht geschrieben, kann er ja nichts, allerdings scheitert jeder Versuch, diese dem Zuschauer schmackhaft zu machen. Die Filmmusik kann überhaupt keine Atmosphäre aufbauen und somit die Spannung nicht weiter steigern. Er versucht ein paar amüsante Gags einzubauen, scheitert dabei jedoch kläglich. Bis auf die Action-Szenen will auch ihm nichts so wirklich gelingen.

Ralph Fiennes spielt seine Rolle als Agent solide. Er bringt sicherlich keine schauspielerischen Höchstleistungen wie in "Schindlers Liste", gibt sich aber Mühe. Immerhin wirkt er fast so cool und stilvoll, wie James Bond. Und wo wir schon mal bei James Bond sind, Sean Connery spielt zwar solide passt jedoch nicht so recht in die Rolle des Bösewichts, da man ihn eigentlich eher aus der Rolle des Helden kennt. Dies ist einer seiner letzten Filme. Uma Thurman spielt eher schwach. Sie wirkt gelangweilt und so unsympathisch, dass sie absolut fehlbesetzt ist.

Fazit:
Ich schließe mich der allgemeinen Meinung, dass dieser Film grausam schlecht ist an. Die Story ist eine Katastrophe und auch die Umsetzung lässt zu wünschen übrig. Daraus resultiert ein schlechter Unterhaltungswert und damit ein Diebstahl meiner Zeit. Immerhin leistet der Cast solide Arbeit und die Action ist nicht zu verachten, aber mehr als 2 Punkte hat dieser Schrott nicht verdient. Höchstens für knallharte Trash-Fans zu empfehlen.

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