Review

Legenden haben es schwer, wenn sie nur durchschnittliche Filme machen ...

Diese Binsenweisheit beweist diesmal Wes Craven für den Bereich Horror. Nach Schöpfungen wie "Nightmare" und "Scream" war man gespannt wie uns der Großmeister diesmal das Fürchten lehren würde.

Doch die Langeweile lässt nicht lange auf sich warten. Eine durchschnittliche Werwolf-Geschichte ist entstanden. Die ist noch nicht einmal besonders komisch oder besonders gruselig oder spannend.
Zudem ist Regisseur Craven auch nichts wirklich Neues zu dem abgedroschenen Thema eingefallen.
Und das ist dann schon ein bißchen enttäuschend. Man fragt sich, warum er denn überhaupt diesen Film machen wollte, denn nötig hat er es doch wohl nicht und - nun ja - er zeigt darin nichts Faszinierendes und überrascht auch nicht mit einer neuen Idee.
Die einzige Überraschung des Film ist der Name des Regisseurs, den normalerweise funktioniert das Spiel mit den großen Namen doch so, dass die berühmten Menschen am Ende nur ganz kurz mitproduziert haben, die Marketingabteilung das dann jedoch anders verbreitet ...

Bei "Verflucht" ist das anders. Hier hat der Ex-Meister selber die Suppe angerührt. Immerhin hat er wieder ein paar gute Zutaten verwendet und - wie man es von ihm kennt - hat er wieder auf attraktive Gesichter gesetzt.
Zusätzlich gut gelungen ist auch das hohe Tempo und die Story geht für einen Horror auch noch in Ordnung - In positiver Weise merkt man dem Film auch gar nicht an, dass ein alter Sack das Ganze komponiert hat.
Aber man merkt auch in keiner Szene, dass hier ein großes Fürchtegenie die Verantwortung trug - und das ist das eigentlich Enttäuschende an "Verflucht".
Man kann sich zwar darüber freuen, dass es Craven immerhin gelungen ist logisch zu erzählen. Denn es gibt einen Grund wieso die Showdown-Szene in einem künstlichen Kuriositäten-Kabinett mitten in der Nacht spielt (da merkt man schon, dass er doch eigentlich ganz sorgfältig sein kann).

Aber das reicht nicht aus. Man erwartet eben doch etwas mehr. Und das findet man noch nicht ein Mal bei den Special Effekts, also beispielsweise der Verwandlung vom Menschen zum Werwolf.
Das hier gezeigte geht nicht über den fast 20 Jahre alten "American Werwolf" hinaus.
Und deshalb bleibt am Ende der bittere Nachgeschmack und die Frage: Mehr nicht?
Gibt es keine besseren Stoffe?

Details
Ähnliche Filme