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Nach " Scream 2 " ging es mit Horrorregisseur und Produzent Wes Craven nur noch bergab. Immerhin konnte er zum Beispiel mit der Produktion von " The Hills have Eyes " einen Coup landen. Doch mit " Cursed " bekleckert er sich nicht gerade mit Ruhm, obwohl er zusammen mit Kevin Williamson arbeitet, welcher das Drehbuch verfasste und als Produzent fungierte. Aber die Beiden sind nicht alleine Schuld an dem Resultat, denn die restlichen Produzenten und Dimension wollten ständig Änderungen im Drehbuch, Nachdrehs und dann musste das Ganze noch in Gewalt entschärft werden um die allseits beliebte PG-13 zu erreichen, so kann ja nichts daraus werden. Das Endergebnis spricht für sich, ein Film der die Kinoauswertung nicht wert gewesen ist.
Story:
Die Geschwister Ellie ( Christina Ricci ) und Jimmy ( Jesse Eisenberg ) bauen auf dem Mulholland Drive einen Unfall. Beim Versuch eine verletzte Frau ( Shannon Elizabeth ) zu retten, werden sie von einem Werwolf verletzt. Kurz darauf verändern sich beide. Bald kommt der Hunger auf rohes Fleisch und Blut und auch körperlich machen sich einige Veränderungen bemerkbar. Doch sie scheinen nicht alleine mit ihrem Schicksal zu sein, denn es geschehen weiterhin grausame Morde. Die Spur führt zu Ellie´s Freund Jake ( Joshua Jackson ).

Auch die liebevollen Verbeugungen zum uralten Original " Der Wolfsmensch " helfen hier nicht weiter. Die Story ist zwar solide, wartet aber mit kaum überraschenden Wendungen, außer der Suche nach dem Hauptwerwolf, auf den Zuschauer, ansonsten geht alles nach Schema F. Vor allem gibt es keinen Höhepunkt und die erste Stunde ist so was von langweilig, da passiert fast gar nichts. Gruseln kann man sich nur ganz selten, für den Horrorkenner ist das reine Routine. Durch die zusätzliche Gewaltentschärfung sieht man hier gar nichts mehr, bei großzügiger Einschätzung könnte man sogar noch eine FSK 12 Freigabe heraushandeln, denn Blut ist hier absolute Mangelware. Die Morde geschehen immer im Off, der Bodycount ist so niedrig, dass er die Erwähnung eigentlich gar nicht wert ist und die Werwölfe sehen zudem noch lächerlich aus. Die Verwandlungen sind noch recht nett geworden, aber das Resultat ist für einen A-Film lachhaft. Die ganze Action konzentriert sich auf die letzten 25 Minuten und da wird man immerhin gut unterhalten. Die Jagd durch das Spiegelmuseum, einige völlig übertriebene Keilereien, der krampfhafte Humor, welcher das Ganze noch armseliger macht und schließlich der Endkampf mit dem Hauptwerwolf. Wie gehabt, hier bekommt man nichts Neues zu sehen, obwohl die Bestzung recht gut ist.
Christina Ricci ist für ihr gutes Schauspiel bekannt und auch Jesse Eisenberg ist ein Sympathieträger, dem man den anfängliche Loser abnimmt. Dawsons Creek Star Joshua Jackson macht auch einen guten Job.

Fazit:
A-Film, welcher sogar im B-Bereich versagen würde. Solide Story nach Schema F und Klischees am laufenden Band. Dazu kommt die ewige Langeweile, in der ersten Stunde passiert so gut wie gar nichts. Keine Goreeffekte, kein Blut, die letzte halbe Stunde kann bedingt unterhalten. Die Darsteller sind sympatisch.
Film der Marke " Komplett überflüssig ", kann man sich sparen, will eh keiner sehen.

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