Review

Cursed – Verflucht

Äußerst schwacher Beitrag zum Horror-Subgenre um die bekannten Wolfsmenschen.

Das ein Meister des Horrors Höchstselbst, nämlich Wes Craven, dafür verantwortlich ist scheint dann fast unglaublich, denn das gebotene ist lediglich Stangenware. Auch die Anwesenheit von Kevin Williamson („Scream“) als Drehbuchautor hatte doch frischen Wind vermuten lassen und enttäuscht mit einem belanglosen und nach bewährten Mustern funktionierenden Plot.

Hier ist natürlich die Zielgruppe klar erfasst, und seit ihrer überaus erfolgreichen Kollaboration, welche unter anderem so einen Klassiker wie „Scream“ hervorbrachte, auf kommerziellen Erfolg geeicht. Doch genau dies ist für viele der darauf folgenden Produktionen gleichzeitig ein Fluch, denn qualitativ kam auch nie eine annähernd an den ersten großen Wurf. Die Kriterien waren klar gegeben und von denen wollten die Macher dann auch nicht mal mehr ansatzweise abweichen. So also auch bei „Verflucht“.

Junge Darsteller, trendy Musik, flotte Inszenierung, ein wenig Spannung, Blut und Happy End. Diese Komponenten lassen dann auch nur ein junges Publikum zu. Ernsthaftigkeit ist also nicht über die gesamte Laufzeit des Filmes gegeben. Dies wäre nicht mal so übel, denn Ironie wäre ja direkt ne Neuerung, doch hier wurden nur bekannte Versatzstücke aus der Thematik WERWOLF aneinander gereiht und gewissermaßen abgehandelt. Das ist dann eigentlich eher öde und bietet in dieser Version nicht eine Überraschung. Obwohl eine wäre da ja, denn ein eigennützig handelnder Wolfsmensch auf Partnersuche könnte ja Potential haben. Doch hier bleiben die Figuren blass und hatten auch niemals die Funktion, uns Zuschauer zu involvieren. Wie gesagt, ein eher jugendlicheres Publikum legt nicht zwangsläufig Wert auf eine straffe Charakterzeichnung.

Die Darsteller sind prinzipiell sympathisch und haben auch bekannte Gesichter, doch agieren alle nur gelangweilt und können nicht verhindern, dass ein vorhersehbares Ende, schon frühzeitig zu erwarten ist. Die Effekte sind auch nur solide und nicht das Maß aller Dinge. Ein wenig Handgemachtes und ein wenig Computergeneriertes wurde da aus der Trickkiste geholt, doch überzeugt die Umsetzung nicht vollständig und hinterlässt über Strecken einen billigen Eindruck.

Tja was soll man da sagen ohne den Machern unrecht zu tun. Wes Craven auf dem Regiestuhl hat definitiv hohe Erwartungen geschürt, doch kann man dem Film lediglich Mittelmaß attestieren. Zu belanglos entfaltet sich die Story und zu klischeehaft wird diese dann auch beendet. Ein paar Filmzitate hier, ein Loser der über sich hinauswachsen darf und ein Coming Out – das ist der Stoff für abendfüllende Filme von Heute.

Wenn man das Genre nicht gerade verehrt braucht einen dieser Film nicht vor die Linse zu kommen.

4/10

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