Im Zentrum stehen die FBI-Agenten Dana Scully und Fox Mulder, die unter ihrem Vorgesetzten FBI Assistant Director Walter S. Skinner mysteriöse Fälle aufklären sollen. Zu Beginn der Handlung, in der Pilotfolge, lernen sich Scully und Mulder bei ihrem ersten gemeinsamen Fall kennen. Die Medizinerin Scully wurde zu Mulders Partnerin ernannt, um dessen Arbeit besser überwachen zu können. Mulder und Scully haben stark unterschiedliche Vorstellungen von ihrer Arbeit: Mulder ist von der Existenz Außerirdischer und UFOs überzeugt und hängt darüber hinaus Verschwörungstheorien an. Scully dagegen denkt und arbeitet nach wissenschaftlichen Methoden und zieht daher die Ideen Mulders häufig in Zweifel.
Eine der prägensten Serien der 90er, wenn nicht DIE beliebteste überhaupt, waren die unheimlichen Fälle von Mulder und Scully und deren X-Akten. In neun Jahren und über 200 Episoden arbeitet das unterschiedliche Paar an mythischen Monstern, Regierungsverschwörungen und Außerirdischen und die Fans honorierten das kaum verbrauchte Mysteriegenre und bescherte den Machern gigantische Einschaltquoten.
Bis auf wenige Ausnahmen waren die Scripts stets gut, abwechslungsreich, phantasievoll aber auch fast immer unheimlich und mit leichtem Horrortouch versehen. Das Genre des Paranormalen lies dabei alle Arten von Geschichten zu und die Autoren nutzten diesen kreativen Freiraum reichlich aus. Ich muß heute noch mit Schaudern an die Episode um eine Inzuchtfamilie denken, wo der Bruder gleichzeitig der Vater war, da läuft es selbst abgebrühten Seelen kalt den Rücken runter.
Im Zentrum steht dabei natürlich das Duett Mulder und Scully. Mulder ist der glaubenswillige Träumer, der neue Spuren oft aus Klatschzeitungen extrahiert. Seine Schwester wurde einst von Aliens entführt, daher stammt seine Motivation auch die abstrusesten Behauptungen als wahr anzunehmen. Seine Schwester wurde nie gesehen, was etwas schade war, das man für die Fans diesen Punkt nie auflöste. Dankbar war ihm auf jeden Fall der Rechteinhaber des berühmten "I want to believe" Poster, das man eine zeitlang an so ziemlich jeder Wand sah.
Das krasse Gegenteil dazu ist natürlich die rationelle Ärztin Scully, die selbst dann noch nicht "glauben" mochte, wenn ihr die kleinen grünen Männchen quasi direkt auf ihrer Nase ChaChaCha tanzten. Wie nicht anders zu erwarten kommen sich die beiden im Laufe der Jahre auch menschlich oft näher. Mehr als ein zartes Bützchen im Kinofilm ist aber nicht bei rumgekommen, was viele Fans ebenso bemängelten.
Daneben gibt es aber noch einen ganzen Haufen regelmäßig auftretender Nebencharakter, wie den Smorker, Agent Kraychek und einige andere, die für einen episodenübergreifenden Storybogen sorgen sollten. Allerdings mußte man schon sehr lange konsequent die Serie schauen, um die einzelnen Stränge verfolgen zu können.
Das Ende kam spätestens allerdings zu David Duchovnis Ausstieg nach Staffel sieben. Robert Patrick konnte ihn zwar gut ersetzen, aber das Besondere war einfach verloren gegangen. Zudem gingen mir dann die vielen Gluckenhaften Folgen um Scullys Baby irgendwann auf den Keks, davor aber nochmal danke an viele tolle Episoden. Akte X war einfach unterhaltsam, für seine Zeit stets innovativ, hatte tolle Charaktere und eine Titelmelodie die beinahe jeder aus dem Stand nachpfeifen könnte.
9/10