Review

Wusstet ihr, dass ein Rettungstaucher „Aaaaaahh!“ schreit, wenn er vom Hubschrauber aus ins Wasser springt um einen Schiffbrüchigen zu retten? Oder dass ein Urhai Greifarme (ja ihr habt richtig gelesen - Greifarme!) hat? Nein? Dann könnt ihr aus diesem Film ja noch einiges lernen. Und da sag noch mal einer, dass Fernsehen nicht bildet…
Nun aber mal im Ernst: Dieses Machwerk ist eine einzige inszenatorische Katastrophe. An manchen Stellen wird der Film so schwachsinnig, dass einem fast die Gehirnwindungen durchbrennen. Die Küstenwache riegelt z.B. das Gebiet mit einem Sprengbojengürtel ab, als ob das etwas gegen einen Urhai mit Greifarmen helfen würde. Schließlich haben Bojen die Eigenschaft an der Wasseroberfläche zu treiben, sonst wären es ja keine Bojen. Außerdem scheint der Urhai mit Greifarmen einen geradezu ausgeprägten Gerechtigkeitssinn zu haben, denn wenn einer von den „Guten“ und einer von den „Bösen“ im Wasser schwimmen, dann greift der Urhai mit Greifarmen mir seinen Urhaigreifarmen immer zielsicher nach dem „Bösen“, auch wenn dieser sich gerade im Kampf an den „Guten“ klammert. Der Schwachsinn gipfelt dann darin, dass man den Urhai mit Greifarmen, der sich zwischenzeitlich als Octopuss mit der Intelligenz eines Delphins entpuppt hat, verbrennen will! Ich hätte mir gewünscht, dass ein Octopuss mit der Intelligenz eines Delphins hier Regie geführt, oder wenigstens das Drehbuch geschrieben hätte. Nach knapp 90 Minuten ist der Film, der „seinen Betrachter mit Liebe, Intrige, wissenschaftlichem Ehrgeiz, und das alles vor der traumhaften Kulisse einer karibischen Insel“, so der Covertext, fesselt, vorbei und hinterlässt einen genauso unkoordinierten Eindruck, wie dieser Schachtelsatz, der wahrscheinlich genauso unnötig ist, wie der Film, den das Review behandelt, in dem er steht. Na, alles klar?

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