Die Kritik beruht auf der ungeschnittenen DVD von Marketing, die mit der Astro-Erstveröffentlichung identisch ist!
Bei "Monster Shark" handelt es sich um ein weiteres billig produziertes Plagiat von "Der weisse Hai".
Lamberto Bava nahm als Regisseur unter dem Pseudonym seines berühmten Vaters Mario Bava die Zügel in die Hand und inszenierte ein weitestgehend unspektakuläres Tierhorror-Abenteuer zu Lande, zu Wasser und in der Luft.
Drei Autoren hatten die Idee von der Jagd nach einem riesigen Urzeithai, die dann von vier weiteren Autoren zu einem Drehbuch verarbeitet wurde.
Um das Auftauchen des Hais ranken sich schnell Gerüchte, dass ein Forschungsinstitut seine Finger im Spiel haben könnte. Neben drei, vier Attacken des Ungeheuers, nimmt zu Land eine weitere Handlung ihren Verlauf, denn es gilt, alle unliebsamen Mitwisser durch einen Auftragskiller aus dem Weg räumen zu lassen.
Der örtliche Sherrif, sympathisch dargestellt von Italowestern-Held Gianni Garko, der sich hier John Garko nennt, hat alle Hände voll zu tun. Neben Gianni Garko reihen sich in den Cast noch zwei weitere bekanntere Gesichter ein, und zwar die von William Berger und Dagmar Lassander. Bis auf wenige Ausnahmen, vor allem in der weiblichen Darstellerriege, sind die schauspielerischen Leistungen akzeptabel. Negativ fallen auch hier wieder einige überflüssige Szenen auf und über Sinn oder Unsinn mancher Dialoge lässt sich streiten.
Der Hai erweist sich als relativ zahnlos und wird bei seinen Angriffen entweder als Close-Up von vorne oder schwimmend unter Wasser gezeigt. Die blutigen Konsequenzen seiner Angriffe erkennt man erst an den Leichen, die teilweise ohne Arme und Beine aus den Gewässern gefischt werden.
Erst gegen Ende nehmen das Tempo und die Spannung zu, auch der Hai hat bei seinen letzten Auftritten wesentlich mehr Biss, darf zubeissen und auch den einen oder anderen Kopf vom Rumpf eines seiner Opfer reissen.
Die Effekte sind billig, was natürlich den Charme einer solchen Produktion ausmacht. Auch die Auflösung der Krimihandlung ist keine Überraschung, da hilft auch nicht das Legen falscher Fährten.
Trotzdem ist dem Film ein gewisser Unterhaltungswert nicht abzusprechen. Im Vergleich zu bereits von mir bewerteten Filmen hält "Der Monster-Hai" was der Titel verspricht und ist auch nicht langweilig im Vergleich zu "Der Fluss der Mörderkrokodile" oder "Creatures From The Abyss".
Ich vergebe 6 von 10 Tentakeln.