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Vor den karibischen Inseln macht sich Angst breit, weil ein unbekanntes Tier von enormen Ausmaßen Menschen im Meer angreift und tötet. Zurück bleiben dabei nur Teile der Menschen und der Appetit des Monsters scheint von einer Art Haß geschürt. Zwei unterschiedliche Forscherteams schließen sich kurz, um die unbekannte Gattung näher zu bestimmen, klar ist zunächst nur, dass es für einen Hai zu groß ist. Wer dabei die guten und wer die bösen Wissenschaftler sind ist mit zwei Dialogen erzählt und auch unser Held (Michael Sopkiw) glänzt nur allzu offensichtlich als kleiner Mc Gyver, harter Schläger und Frauenheld zugleich. Die Dialoge in diesem Thriller um ein prähistorisches Meerungeheuer sind mal witzig doch öfters unfreiwillig komisch, was in diesem Falle positiv zu Buche schlägt. Im Vergleich zu Tierhorror wie "Der Weiße Hai" versucht Regisseur Lamberto Bava gar nicht erst, ein Rip-Off zu produzieren, sondern läßt mehr phantastische Ansätze zu. Diese werden in Form von vernünftigen SFX umgesetzt und von ein paar abgerissenen Gliedmaßen begleitet (fast schon erstaunlich für die FSK 16). Die Dramen spielen sich bei "Monster Shark" weniger bei den stereotypen Charakteren ab, die von passablen Schauspielern dargestellt werden, als in übergeordneten Bahnen, letztendlich sogar, um die Welt vor vielen kleinen Monstersharks zu retten. Die Rollen stecken eher nebenbei in einem Krimi mit unheimlichen Morden, aber der aufmerksame Zuschauer weiß ohnehin, wer dahinter steckt. Das der finale Showdown dann doch in die Hose geht, macht dieses kleine, aber streckenweise unterhaltsames Filmchen trotzdem nicht zu einer Trashgranate. "Monster Shark" ist ein eher ungewöhnliche Schinken von Lamberto Bava, atmosphärischen Italohorror sollte man nicht erwarten.

Fazit: Tierhorror, der beim Frühstück nicht nur durch abgebissene Arme, Beine und einen Kopflosen unterhält, sondern auch hier und da für (unfreiwillige) Erheiterung sorgt, immerhin. 5/10 Punkten

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