Was hat Kiemen und stinkt nach Fisch?
Meeresbiologen, Muttermilchmachos und Delphintrainerinnen nehmt euch in Acht - in dieser noch trashigeren und graueren „Jaws (4)“-Kopie bewegt sich ein undefinierbares Meeresungeheuer auf einen Wasserpark zu, das wahrscheinlich mehr Zähne hat als das hier benutzte Drehbuch Worte…
Bavas rote Schwimmflügelchen
Vielleicht kann ich an „Devil Fish“ ganz gut aufzeigen, warum ich schlechte Filme von damals immer noch meistens ganz locker schlechten Filmen von heute vorziehe. Erst recht wenn es sich dabei um dreist-dumme und zutiefst sympathische Italo-Bahnhofskinoproduktionen handelt… Ohne Frage ist das einer von Bavas schlechteren Filmen, eine der miesesten „Jaws“-Kopien und jederzeit suboptimal in fast allen Belangen. Aber es hat Charme. Es hat Entertainmentfaktoren. Es ist bescheuert und doch irgendwo trotz all dem Leerlauf und der billigen Kopiererei… gut?! Guckt euch das Poster an! Guckt euch diese Kreatur an! Guckt euch die Ladies an! Hört euch den (wirklich!) geilen Score an! Guckt euch das Gore an! Die Unterwasseraufnahmen! Die strunzdämlichen Machodialoge! Die geklauten Ideen und Szenen! Die zwanzig internationalen Titel - alle unterschiedlich, trotzdem keiner „korrekt“… Wie könnte ich das zumindest nicht immerhin halbwegs lieben wie einen Sohn? Selbst wenn dieser offensichtlich leicht gehandicapt zu sein scheint?!
Fazit: Bavas Monsterkarpfen ist Italo-Creature Feature-Schlock der pursten und proteinreichsten Sorte - stumpf, dumpf, lahm. Die Lümmel von der Ripoffschule. Aber eben auch hübsche Frauen, geile Synthies, feines Monsterdesign. Wenn man das Meeresgekröse denn mal sieht…