Willkommen zum „Battle Royal“ der futuristischen Filmbestien.
„Alien vs. Predator“
Nach der gleichnamigen Comicreihe, sollte nun endlich auch die filmische Umsetzung erfolgen. Im Jahr zuvor beglückte uns Ronny Yu, mehr oder minder erfolgreich, mit dem langersehnten „Freddy vs. Jason“. Nun sollten auch unsere bekannten Science- Fiction Monster endlich die Möglichkeit bekommen sich richtig zu bekriegen.
„Ab in die Antarktis!“ denkt sich ein steinreicher Sack und heuert natürlich eine Gruppe von Archäologen und Wissenschaftlern an eine mögliche Tempelruine unterm tiefen Eis zu finden. Da wird gebohrt und gebohrt, bis man wahrlich auf eine Tempelruine im tiefen Eis stößt. Doch der Jubel stellt sich ganz schnell ein, denn dort treiben unsere wohlbekannten Jäger (Predatoren) ihren Schabernack mit Aliens. Im Klartext: Hier wird fürs Leben, im Sinne von überleben, gelernt! Die Predators sind gar nicht mal blöd, denn die züchten, so wie wir es mit Rindern und Schweinen tun, Aliens heran, um sie zu jagen. Der verborgene Tempel im tiefen Eis, ist somit ihre Übungsarena. Tja, nun werdet ihr Euch fragen was Menschen dort verloren haben? Stimmt! Gar nix, deswegen haben Wissenschaftler , Archäologen etc. ein dickes Problem an der Backe...Aliens und Predatoren!
Na wenn das mal nicht ne „Comichafte“ Story ist. Nur Schade das dem keineswegs so ist, denn die Comics sind weit weniger platt zusammengeschustert, wie der Plot von diesem Film. Nun ja, ich will mich ja nicht beschweren, aber wer die Comics kennt, der sagt sich „Oh mann, ist „AvP“ von Andersson lahm." Egal, lassen wir das mal raus!
Nach dem durchaus zähen Anfang, bis man mal irgendwann einen von unseren Außerirdischen (nicht in Skelettform!) zu Gesicht bekommt, vergeht eine halbe Ewigkeit und man ist kurz davor von seinem eigenen Schnarchen wieder aufzuwachen, denn so langweilige Darsteller hab ich schon lange nicht mehr zu Gesicht bekommen. Hat man diese Durststrecke doch überstanden, geht so richtig die Post ab. Das ist ja ganz gut, aber die zum Teil hektische Kameraführung ist echt nervig.
Zumindest wird man für die restliche Zeit gut unterhalten und ein hohe Dosis Action ist garantiert. Immerhin etwas, denn die bescheuerten Darsteller, die sowieso niemand sehen will stören am Anfang einfach viel zu sehr.
Fazit:
Lahmarschiger Anfang und unsympathische Darsteller versauen dem Film seine eigentliche Absicht, nämlich gut und dynamisch von Anfang bis Ende zu unterhalten. Gute Effekte und Atmosphäre reißen den Film jedoch einigermaßen heraus.
Die große Hoffnung liegt in der geplanten Fortsetzung von „AvP“. Die Brüder Greg und Colin Strause werden bei diesem Sequel die Regie übernehmen. Vielversprechend und nicht so unterkühlt ist auch das Setting: Nämlich direkt vor unserer Haustür! Doch am besten, ein kleiner Tipp von mir, geht man nicht mit zu hohen Erwartungen an „AvP2“, sonst ist die Enttäuschung, bei einer mittelmäßigen Umsetzung einfach nur zu groß!
Für „AvP“ gibt’s gnädige 6 Punkte!