Review

Alien vs. Predator...wie lange haben Fans darauf gewartet und wie bitter wurden viele von ihnen entäucht. Dennoch scheint dieses Science Fiction Spektakel seinen Reiz zu haben, denn gelangweilt wurde ich kaum und so viel ich weiss hat das Teil auch nicht großartig gefloppt.
Es gibt bestimmt unzählige Alien/Predator Fanatiker da draußen, die ihre Heime mit Plakaten und Actionfiguren dieser Kultcreatures verschönern. Und da ist es verständlich, dass die Fangemeinde von Jahr zu Jahr ungeduldiger wurde. Sie konnten es nicht mehr erwarten, dass ihre Helden aufeinander trafen und Schlachten auf die Kinoleinwand zauberten, von denen man noch in 30 Jahren sprechen würde. Als der langersehnte Traum dann endlich im Jahre 2004 erfüllt wurde, wahren die Entäuchungen groß. Was man im Endeffekt zu sehen bekam, war mehr oder weniger ein aufgehyptes B - Filmschen mit überdurchnittlichen Effekten.
Die Alientrilogie und die Predatorstreifen stellen für mich gutes Popkornkino dar. Sie sind stark unterhaltsam und den Kultwert kann ich problemlos nachvollziehen. Dennoch bin ich kein Treuer Fan dieser Filme und diese laufen auch nur sehr selten auf meiner heimischen Mattscheibe. Trotzdem war meine Neugier auf AVP recht groß und es dauerte nicht lange, bis der Film den Weg in meinen Dvd - Player fand. Gespannt verfolgte ich die Geschehnisse auf dem Bildschirm und stellte schnell fest, dass der Trailer( der monatelang gehypt durch das Netz geisterte) mir ganz schön was vorlog. Ich erwartete riesige Schlachten, Terror in Raumschiffen und den Wahnsinn, den die Filmfiguren in den früheren Werken durchmachten. Auch wenn ich nicht das bekam was ich mir erhoffte, war ich mit dem Gezeigtem dennoch zufrieden. Mir gefiehlen die schnell geschnittenen, teils ekligen Fightsequenzen da die Effekte erste Sahne sind. - Natürlich wurde hier oft mit Computerarbeit nachgeholfen, aber ansonsten ist vieles Marke Eigenbau und die Maskenarbeit ist eine absolute Glanzleistung.
Toll ist auch die Atmosphäre: Die unterirdische Pyramide bietet ein hohes Maß an Spannung und ist zugleich düster und beängstigend. Das das Ganze in der Antarktis stattfindet ist ein weiterer Pluspunkt, da man sich sehr verlassen vorkommt.
Die Story ist eher etwas einfallslos und fesselt nur sehr gering.
Ansonsten gibt es nichts mehr besonderes zu sehen: Einzelfight zwischen Alien und Predator, dann kommt noch einer und noch einer, bis es irgendwann abstumpft. Die Wände verschieben sich, die Archäologen kratzen nach dem üblichen "Zehn kleine Negerlein"Muster nacheinander ab und ein paar Goreszenen machen das Ganze ein wenig schmackhafter.Na herzlichen Glückwunsch.
Das kann doch aber nicht alles sein. Das Herz des Zuschauers soll rasen bis der Arzt kommt, den Charakteren muss man ansehen können, dass sie den Verstand verlieren, die Außerirdischen sollen sich in der Mehrzahl fetzen und nicht in Einzelkämpfen und eine bessere Besetzung hätte dem Film auch gut getan ( Sanaa Lathan in der Hauptrolle? - Ja genau, wer ist das überhaupt? Keine Ahnung, aber die aroganten und klugscheißerischen Dialoge dieser Frau könnten der Grund dafür sein, warum man den Fernseher gegen die nächst beste Wand pfeffern will.

AVP ist in meinen Augen einfach nur Durchnittsware. Er hat seine tollen Momente und kann mit seinen geringen Stärken ganz gut überzeugen.Da es aber der Überfilm werden sollte, ist das Ergebnis eher lasch und verdient keine höhere Wertung als diese hier: 6/10

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