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Mit Sacramento liefert Regisseur Sam Peckinpah ein gelungenen Western ab, der aber nicht zu den ganz großen Highlights des legendären Regisseur gezählt werden kann.


Der in die Jahre gekommene Ex-Marshal Steve Judd wird von der Bank in Sacramento beauftragt, einen Goldtransport aus einer Mine hoch in den Bergen bis hinunter in die Stadt durchzuführen. Sein früherer Weggefährte Gil Westrum und dessen junger Begleiter Heck, die sich in Sacramento als Schausteller verdingen, bieten Judd an, ihn zu begleiten, was dieser annimmt. Was Judd nicht weiß: Westrum und Heck sind fest entschlossen, das Gold zu stehlen. Auf dem Weg in die Berge treffen sie auf die junge Elsa, die ihrem streng religiösen Vater zu entfliehen sucht, um den Goldgräber Billy Hammond zu heiraten. Elsa schließt sich der Gruppe an. In der rauen Goldgräberstadt angekommen muss Elsa jedoch feststellen, dass Billy und seine Brüder, mit denen er zusammenlebt, skrupellos und gewalttätig sind. Als Billy Elsa in der Hochzeitsnacht vergewaltigen will, flieht sie zu Judd und seinen Begleitern und bittet um Schutz.

Die Gruppe, die die Goldlieferung in Empfang genommen hat, nimmt Elsa gegen den Willen von Billy mit auf den Rückweg...

Story technisch reißt Sacramento ohne Frage keine Bäume aus. So wird der Transport des Goldes teilweise stark in den Hintergrund gedrängt. Stattdessen beschäftigt sich der Film mit der Frage ob alles schwarz oder Weiß ist bzw den Schattierungen dazwischen.

Punkten tut deshalb Sacramento mit den interessanten Charakteren, auch wenn der weibliche Part sich nicht unbedingt logisch verhält. In Sachen Action hält sich dagegen der Film lange zurück. Erst im Finale, welches praktisch aus zwei gut gemachten Schießereien besteht, erhält der Film Action wobei die ganz typischen Markenzeichen des Regisseur auch hier nur teilweise zu sehen sind. 

So reicht es für solide 7 Punkte. In Sachen Action überraschend zurückhaltend dafür mit interessanten Charakteren sowie überzeugenden Schauspielern. 

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