Story:
Der für seine Kampfszenen vielfach ausgezeichnete Film erzählt die Geschichte der „Martial-Arts“ -Legende Choi Bae-Dal. Sie spielt in der Zeit der japanischen Besatzung in Korea. Choi beginnt mit der Ausbildung als Militärpilot, weigert sich jedoch an einem Kamikazefeldzug teilzunehmen. Als er in einem Kampf einem japanischen Offizier unterliegt, zieht er sich in die Berge zurück und nimmt sein eigenes Training auf. Von einem armen koreanischen Bauernjungen, der von seines Vaters Feldarbeitern das Kämpfen gelernt hat, wird er zu einem gefürchteten Kämpfer, der die japanischen Meister bezwingt. Schließlich macht er sich auf die Suche nach dem japanischen Offizier, der in vor vielen Jahren so gedemütigt hat...
Kritik:
Fighter in the Wind basiert auf der wahren Geschichte von Koreas größten Martial Arts Kämpfer aller Zeiten Choi Bae-dal, der nach dem 2. Weltkrieg in Japan bleibt, um Geld als Pilot zu verdienen. Allerdings fällt auf, dass er sich eingeschlichen hat und Koreaner ist. Er und seine gefangenen Landsleute sollen die Freiheit erlangen, wenn er den Offizier besiegt. Leider muss er hart einstecken kassiert eine Niederlage, die allerdings keine Auswirkungen auf die Wette hatte!?
Danach zieht Bae-dal sich in die Berge zurück, um dort mit unbändigem Willen den Perfektionismus seiner Kampfeskünste zu erlangen. In den nächsten Jahrzehnten besiegt er hunderte von Gegnern aus der ganzen Welt. Da er gebürtiger Koreaner ist und um Anfeindungen zu entgehen, ändert Choi Bae-Dal früh seinen Namen in Masutatsu Oyama, doch einige Jahre später fliegt seine wahre Identität auf und es kommt zu einem Skandal. Zu diesem Zeitpunkt hat er jedoch schon eine eigene Schule, in der er seinen selbst kreierten Oyama-Kampfstil lehrt. Choi Bae-Dal stirbt im Jahr 1994 schließlich an Lungenkrebs, obwohl er niemals geraucht hat.
Ich persönlich bin doch etwas enttäuscht von dem Film, wurde er doch von vielen Seiten gelobt und von einer Verfilmung der Geschichte eines Kampfkunst-Helden erwartet man dann auch einiges an entsprechenden Kampfszenen. Aber bei einer Filmlänge von knapp 116 Minuten sind dann verhältnismäßig wenige zu finden und die Story kommt nur schleppend voran. Vielleicht hätte man da einen anderen Erzählstil wählen oder nicht alles erwähnen sollen. Diese stark biografische Richtung des Films stellt zugleich seine größte Schwäche dar. Die meisten der Kampfszenen sind einfach zu kurz, die einzelnen Kämpfe sind zu schnell vorbei. Bis zum Ende hin bestehen sie meist nur aus ein paar Fäustschlägen und Tritten und hier und da eine kleine Massenprügelei. Im Vergleich zu anderen Genre-Vertretern wirken die Kampfszenen teils sogar unspektakulär (an Gewalt und Brutalität fehlt es jedoch nicht). Diese Tatsachen erschweren dann leider eine echte Identifikation mit dem Helden Bae-dal, der zudem doch ziemlich emotionslos und fad von Yang Donggeun dargestellt wird. Lediglich in den Kampfszenen kann man erkennen, das er schon etwas drauf hat. Warum nur? Absicht oder mangelnde Schauspielerfahrung? Wie auch immer, trotzdem schade, da das sonstige Drumherum, wie Kostüme, Ausstattungen und Gebäude sowie Landschaften und die gesamte Optik wirklich ansehlich sind.
Noch erwähnenswert find ich, dass die dargestellten Japaner auch tatsächlich von Japanern gespielt werden und besonders sticht die unglaublich hübsche und süße Darstellerin Aya Hirayama hervor, in die ich mich schon fast ein bisschen verguckt habe . Sie spielt die Liebe Bae-dals.
Ich weiß nicht, ob die reale Vorlage der Story nicht genug Spielraum für den Regisseur bot, dass er da nicht noch etwas mehr Spannung und Leidenschaft hat herauskitzeln können. So hat Fighter in the Wind einige gute Ansätze, die aber leider nun mal ein paar Wünsche nach mehr offen lassen. Das schönste an den Film sind neben Aya die vielen schönen japanischen Drehorte, die wunderbar ins Bild genommen wurden sowie die coolen Szenen direkt am Anfang und am Ende des Films.
Film: 6/10