Farbenprächtiger Hokuspokus, der eigentlich soweit auch ganz unterhaltsam daher kommt, allerdings eher wegen den Abstrusitäten, und nun keinen grossen Beitrag zum Genre leistet.
Zwischendurch werden neben qualmenden Totenköpfen, gemalten Blitzen, Stofftiermonstern und farblich abgestimmten Rauchbomben und Nebelschwaden auch drei Martial Arts Szenen in der realen Welt eingebunden, die trotz des ganze leichten Upspeeding ganz vorzeigbar sind und leider im Verlaufe des Filmes eher kürzer als ausschweifender werden. Die gelungenste davon stellt auch den Ausgangspunkt der Geschichte her:
Der auf Thailand - Urlaub befindliche Cop Chan Che [ Suen Hing ] beobachtet einen Taschendiebstahl, verfolgt den Täter und befindet sich plötzlich in einer Massenschlägerei, kann die Geldbörse trotzdem seiner Besitzerin Nai Chuma [ Yip Yuk Ping ] zurückbringen. Diese verliebt sich aufgrund der Heldentat sofort in den Retter, stellt allerdings vor dem Problem, dass Chan Che in HK mit Wai [ Emily Chu ] glücklich verheiratet ist und sie auch ein Kind erwarten.
Als Chuma beim Staubwischen in der Wohnung ihres Vaters Nai Ku [ Ku Feng ] einen im Holzschrein befindlichen Geist zum Leben erweckt, verspricht ihr dieser seine Hilfe an, kurze Zeit später hat Chuma ihren Angebeten mit Hilfe von Liebespulver im Bett.
Das reicht ihr allerdings nicht, als Chan Che tags darauf wieder abreist lässt sie noch einen Fluch auf ihn los.
Derartig verhext gelingt Cha Che weder die Ausübung seines Berufes [ lässt sich die Pistole abnehmen, durch die ein Kollege angeschossen wird ] noch seines Familienlebens [ Wai erleidet einen Unfalltod ], so dass jetzt auch auf seiner Seite höhere Macht ran muss.
Zum Schluss folgt also ein ausgedehntes Abrakadabra – Finale, dass wie bei den meisten Genrewerken eher als Anti – Höhepunkt zu werten ist; vorher allerdings ist der Streifen durchaus amüsant, auch wenn’s nur wegen den bescheidenen Effekten und der auch beabsichtigten absurd – lächerlichen Situationen ist. Da verselbständigt sich Chan Che’s Hand zu einer Kuscheltierklaue und versucht seine Frau zu erwürgen, diese weicht aber immer nur 20cm zurück und läuft später noch vor das einzige Auto weit und breit. Ihr Geist und das des Babys wird in einer Schaufensterfigur und einer Puppe im Schlafzimmer aufbewahrt, seine Polizeikollegen staunen nicht schlecht, als er mit was zu Essen und einer Flasche Milch davor steht. Die Puppe – übrigens eine sehr hässliche mit blonden Locken - rettet ihm später auch das Leben, indem sie durch die Gegend fliegt und einen Gangster die Waffe abnimmt; Chan Che erdreistet sich auch nicht, diese Variante seinem Vorgesetzten aufzutischen.
Leider ist der Film nicht effektiv genug um abseits der Trash – Unterhaltung grossartig zu punkten, als eine mal ganz andere Version von FATAL ATTRACTION und für durchaus unterhaltsamen Zeitvertreib allerdings trotzdem geeignet.
Der Gorefaktor ist übrigens gleich Null, das Cat 3 Rating bezieht sich auf eine Sexszene, die Brüste von Yip Yuk Ping sieht man übrigens aufgrund eines durchsichtigen Gewandes gleich mehrmals.