8
Mit "The Unnamable" haben wir es mit einem der unterbewertesten und vergessenen Horror-Perlen der 80er zu tun. Sicherlich ist die Handlung nicht gerade innovativ, doch die Charaktere und die Locations funktionieren und werden von einer spannenden Haunted-House-Atmosphäre und den sehr gut gelungenen und teilweise extrem gorigen (Unrated-Fassung!) Effekten getragen. Im Gegensatz zum Sequel, dass direkt an den ersten Teil anschließt, ist dieser Film eher ein Body Count-Movie, als die Adaption einer Howard Phillips Lovecraft-Erzählung. Entgegen der Meinung vieler finde ich jedoch nicht, dass der Name Lovecraft's hier lediglich als billiger Aufhänger dient, da der Grundstock der Geschichte hier voll zur Geltung kommt. Die Darstellung des Monsters (Alyda) wurde von einer Choreographin sehr gut umgesetzt. Wer auf Splatterfilme, Slashermovies oder auch auf Teenager-eingesperrt-im-dunklen-Haus-Filme steht, kann hier nichts falsch machen.
4
Von den vielen Horrorstreifen, die lose auf einer Vorlage von H.P. Lovecraft basieren, zählt "The White Monster" nicht gerade zu den besseren. Das liegt vor allem an den nervigen Teenie-Schießbudenfiguren, zu denen der Zuschauer zu keinem Zeitpunkt eine Beziehung aufbaut. Letztere reissen hier zwar keine Jokes, benehmen sich aber gewohnt dümmlich - so lassen es sich 2 von ihnen z.B. nicht nehmen, über Beziehungsprobleme zu reden, während sie gerade vom Monster gehetzt werden. Die Story (Dämon stürmt Party in´nem Spukhaus) ist schon unzählige Male filmisch verwertet worden und in den meisten Fällen auch noch spannender. Nur FX-technisch bewegt sich der Film etwas über dem Durchschnitt, denn es sind einige recht harte Gore-Szenen enthalten. Das Monster sieht auch potthässlich und sogar einigermaßen originell aus. Allerdings geht es erst im Schlussteil so richtig krass ab, so dass Splatterfans hier dennoch nicht so gut aufgehoben sind. Fazit: geistloser 08/15-Horror.