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Der angeblich erste serbische Horrorfilm (A SERBIAN FILM kam ja später und zählt eh nicht richtig). Man merkt dem Streifen seinen Ultra Low Budget Charakter sofort an, aber vor deutschen oder US-amerikanischen Vertretern in der gleichen Preisklasse braucht er sicht nicht zu verstecken, zumindest nicht in handwerklicher Hinsicht. Inhaltlich ist es jedoch nur ein handelsüblicher Slasher mit simpel getricksten Fleischerbeilmorden und ohne Innovationen geworden, der fleißig westliche Vorbilder abkupfert. Das türkische Badehaus als Schauplatz des Metzelns und Ort der Isolation ist indes mal was Anderes. Aufgrund der milchig-trüben und gelb-braunen Bilder und der Tatsache, das der Laden komplett heruntergekommen ist und die Kamera ständig in (mit Blut) überflutete Toilettenschüsseln glotzt, hat das Ganze den Flair eines Bahnhofsklos. Jedenfalls mögen es die Serben scheinbar hart, trostlos und seltsam.