Die Schauspielerin Julie Sawyer (Kristy McNichol) adoptiert einen streunenden Schäferhund, den sie versehentlich angefahren hat. Das strahlend weiße Tier ist darauf abgerichtet, gezielt Farbige anzufallen. Nachdem der Hund sie vor einem Angreifer beschützt hat, will sie das aggressive Tier trotz tödlicher Zwischenfälle um keinen Preis aufgeben. Sie ist fest davon überzeugt, dass es heilbar ist…
Rassismus nicht als natürliche Erscheinung, sondern als anerzogene Haltung: Ausnahmeregisseur Samuel Fuller hat die intelligente Ausgangsidee als blutleere, aber spannende Parabel auf menschliche Hassmechanismen inszeniert. Doch statt den kaum aufzuhaltenden Fluch der einmal in die Welt gesetzten Krankheit spürbar zu machen, verflacht er das Thema mit der breit ausgespielten Therapie des Hundes zu einem betont pädagogischen Traktat, das kaum Interpretationsspielraum für Ursachen und Wesen von Rassismus lässt. Der skeptische Schluss versucht zur weiteren Auseinandersetzung anzuregen, kann aber leider den bereits über das Ziel hinausgeschossenen Film nicht mehr geradebiegen.