Gelungene Mischung aus Rape´n Revenge und den beliebten Street Gang-Filmen der Achtziger, um mit "Die Klasse von 1984" oder "Vigilante" (OT) von William Lustig zwei der bekanntesten Vertreter zu nennen. Hier darf Linda Blair rot sehen, um einer ganzen Bande die Lichter auszzublasen, die für den Tod ihrer Schwester verantwortlich sind.
Dieses B-Movie ist nichts als eine einzige wilde Achterbahnfahrt aus Action, Vergewaltigungen, Titten und der üblichen Selbstjustiz am Schluss, wenn aus der braven Linda Blair eine Amazone im nächtlichen Straßenkampf wird. Das Ganze wird mit geiler Glam Rock-Mucke untermalt, wie man sie aus den Achtzigern kennt und liebt. Die Handlung könnte man nicht nur als reaktionär, sondern auch als ziemlich hohl beschreiben, was gewiss nicht falsch ist. Dennoch gilt das Motto: Lieber flach unterhalten als anspruchsvoll gelangeweilt.
Im Vergleich zu den oben genannten Beispielen ist "Savage Streets" sogar noch eine Spur trashiger geraten. Keine Darstellerin, die nicht mindestens einmal aus der Wäsche springt. Unter der Dusche gibt es einen Catfight und die Aerobic-Stunde ist ebenfalls nett anzusehen. Call on me... Ein allzu harter Reißer ist der Film dann doch nicht geworden. Die Vergewaltiger sind übrigens drei Weiße und ein Latino, das nur so nebenbei...
Trash-Scream Queen Linnea Quigley ist in einer frühen Rolle zu sehen und in einer solch braven Erscheinung ist sie später wohl nie wieder über den Bildschirm gehüpft wie als biedere Schwester von Linda Blair. Deren Föhnfrisur sitzt selbst im hitzigen Dauergefecht perfekt.
Fazit: Unbekanntes, aber nicht zu Verachtendes aus der langen Reihe zwischen "Death Wish" und all den anderen Straßenreißern. Toller 80s-Spirit und nicht immer politisch korrekt.