Review

Troma ist ja eigentlich für gewollt lustige Trash Unterhaltung a la „Toxic Avenger“, „Schrei Lauter“ und Co bekannt. Aber auch einige gewollt ernst gemeinte und sauschlechte Produktionen haben sich im Laufe der Zeit eingeschlichen. Darunter fällt auch „Killer Queen“ aka „Das Horror-Lyzeum“ aka „Girls School Screamers“. Mal davon abgesehen, dass wirklich alle Titel durch die Bank weg ziemlich bescheuert sind, ist der Film auch noch richtig schlecht.

Einige Schwesternschülerinnen, wahrscheinlich aber eher billige Prostituierte, haben von ihrer Oberin den Auftrag bekommen, die Wertgegenstände eines alten Hauses zu katalogisieren. Dabei wird der Geist einer 1939 hops gegangenen geweckt, die auf Rache sinnt. Yeahhh. Wie originell. Oh, habe ich schon erwähnt, dass die Verstorbene wie eine der Mädels aussieht? Nein? Na auch egal.

Mal davon abgesehen, dass der Plot nicht wirklich viel hergibt, ist er auch noch richtig mies umgesetzt worden. Vor allem die Antitalente von Schauspielern sorgen dafür, dass garantiert kein Spaß beim Sehen aufkommt. Dabei standen die Zeichen eigentlich ganz gut. Immerhin wurden gute Locations gefunden, die nicht nach billigem Studio aussehen. Gerade den Locations ist es dann auch zu verdanken, dass wenigstens etwas Atmosphäre aufkommt.

Bevor es für den Horrorfreund losgeht, muss er sich durch unendlich viel Blödsinn kämpfen. Langeweile pur und dann wird noch nicht einmal viel geboten. Lediglich der Effekt, als Blondie das Licht anmachen will und verbrutzelt kann sich sehen lassen.

Aber was des Filmfreunds Leid ist des Trashfans Freud. Ganz nach diesem Motto hat der Film noch einige nette Trashszenen auf Tasche. Da kann beispielsweise in der Szene mit dem Geisterauto die schwarze Abklebefolie an den Scheiben entdeckt werden, damit der Fahrer nicht zu sehen ist. Oder als die eine Tussi ins Wasser gezogen wird, kann im Hintergrund ein Boot mit zwei Leuten gesehen werden, die augenscheinlich nix mit dem Film zu tun haben. Als Highlight blättert die Hauptdarstellerin minutenlang in einem offensichtlich leeren Tagebuch rum und liest daraus vor. Lediglich eine Seite ist zu einem Drittel beschrieben worden.

Handlungstechnisch geht auch so einiges. So wird auf die Anfangssequenz mit dem kleinen Jungen zwar noch einmal eingegangen, nur leider hat sie für den Film gar keine weitere Bedeutung. Richtig geil ist aber die Szene, als der Stecher der Hauptdarstellerin zum Haus gekachelt kommt, um ihr einen Zeitungsausschnitt von vor Tausend Jahren zu zeigen, in welchen ein Foto von Nervi zu sehen ist. Sie will ihm daraufhin ein Gemälde zeigen, auf welchen sie ebenfalls abgebildet ist (eher abgebildet sein soll, denn die Frau auf dem Gemälde sieht ganz anders aus). Der Typ geht danach voll ab und kann es kaum glauben, zeigt ihr aber noch eine Minute vorher das Foto. Unglaublich. Die Nebenhandlungen sind sowieso komplett dämlich in die Haupthandlung integriert worden und passen kein Stück zum Rest des Films.

Die Musik verhält sich zum Glück unauffällig und hat kein Nervpotential zu bieten. Glück gehabt.

Fazit: Wirklich komplette Zeitverschwendung. Wer Troma-Unterhaltung erwartet ist hier falsch. Lediglich der geringe Trashfaktor rettet den Film vor der 1 Punkt Wertung.

Details
Ähnliche Filme