Einer der vielen von Brescia inszenierten Filme (etwa zwischen '79-'81), die in erster Linie nur für die neapolitanische Region gedacht waren, aber dann in ganz Italien mehr oder weniger zu Ueberraschungeserfolgen führten.
Und dies aufgrund des Sängers Mario Merola, der drammatische neapolitanische Lieder zum besten gab (im neapolitanischen Dialekt natürlich) und den melodrammatischen Ton der Filme noch verstärkte. Sensible Gemüter hielten dabei etliche Papiernastücher beim Schauen bereit.
Die Gattin (Erika Blanc) von Mario Merola verkauft sich aus Geldmangel an einem Mafioso. Dieser wird von einem anderen Mafiosio umgebracht. Merola wird beschuldigt und verurteilt, weil er zufälligerweise am Tatort war und er ein gutes Motiv hätte.
Nun dreht alles um die Gefängniszeit, die Liebe zur kranken Mutter, seinen Kindern und natürlich seinem (traurigen) Gesang, der über das ganze Gefängnisareal zu hören ist. Giorgio Ardisson (ansonsten zu sehen in unzähligen spymovies und gelegtlich als Westernheld) hat noch einen Kurzauftritt als Kommisar beim Fluchtversuch Merolas.
Dank einem soliden Spiel der Darsteller, einer einigermassen spannend erzählten Geschichte (obwohl sehr dünn) und vieles in die Länge gezogen wurde (hauptsächlich wegen der Musikstücke), kann man sich den Film als Hardcore-Italofilme-Fan ruhig mal anschauen. Bei der Musik kann man ja schliesslich noch spulen, wenn's einem zuviel wird. Man darf aber wirklich nicht allzu viel erwarten. (6/10)