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Diese siebte Forsetzung der unverwüstlichen Kultreihe kann durch ihr im Hinblick auf die Vorgänger beinahe schon als innovativ anzusehenes Szenario punkten und sich auf diese Weise von den für sich genommen doch sehr ähnlichen Vorgängern ein Stück weit abheben. "Todesfalle Manhattan" verlagert das Teenie-Geschnetzel vom alt-ehrwürdigen und mittlerweile mehr als ausgelutschten Camp Crystal Lake auf ein klappriges Passagier-Partyschiff, das letztlich, mehr oder weniger intakt, die schillernde Metropole New York erreicht. Den ungebetenen Passagier mit der Eishockeymaske freilich inbegriffen...

Das war's leider im Wesentlichen schon mit den guten Nachrichten. Der immerhin schon achte "Freitag der 13." entpuppt sich als unterm Strich allenfalls mäßige Fortsetzung. Einige wenig spektakuläre Morde sowie eine in ihrer Qualität stark schwankende Inzenierungsleistung durch Regisseur Rob Hedden stehen zunächst einmal zu Buche. Leider erweisen sich die den Film zunächst dominierenden Passagen zu Schiffe als eher wenig gelungen. Spannung will hier ebenso wenig aufkommen, wie sich klassische Camp Crystal-Lake-Atmosphäre einstellen will. Ein klappriger Dampfer ist da schlicht kein gleichwertiger Ersatz.
Besser dann immerhin das Filmfinale im nächtlichen New York. Ob über oder unter der Erde des Big Apple: Hier geht die Post schon recht ordentlich ab, gibt es darüber hinaus einige sehr gelungene FX zu bestaunen, ebenso wie den ein oder anderen humorvollen Moment. Wenigstens zum Schluss noch temporeiche und hünsch anzuschauende Slasher-Kost!

Dennoch kann man nur immer wieder konstatieren: Aus diesem Machwerk hätte man abedeutend mehr machen können! Negativ fallen nämlich auch einige der durchweg unbekannten Darsteller auf, die, auch synchrobedingt, äußerst hölzern agieren und in der Regel unfreiwillig komisch erscheinen. Auf so manchen, der extrem dümmlich konzipierten Charaktere - hier sei vor allem auf den Unheil verkündenden Landstreicher verwiesen - hätte man zudem lieber gleich verzichtet. GAnz schwache Vorstellung in diesem Bereich!
"Egal, solange der Goregehalt stimmt" dürften nun Fans der Reihe anführen. Dumm aber nur, dass es lange Zeit kaum etwas in dieser Hinsicht zu sehen gibt. Ideenlosigkeit und Blutarmut dominieren die recht umfangreiche erste Hälfte des Films. Slasher-Spass kommt da kaum auf. Ähnlich wie in der Qualität der Inszenierung bringt erst der Mew York-Part etwas Abhilfe und dem Fan die ersehnten Handmade-Effekte.

Fern ab jeder Kritik natürlich letztlich die kantige Gestalt Jasons. Erneut kommt der unverwüstliche Kultkiller wuchtig, kompromisslos und furchteinflössend daher und nur seiner alles beherrschenden Präsens ist es abermals zu verdanken, daß "Todesfalle Manhattan" seinen heutigen Bekanntheitsgrad erhalten hat.

Fazit: Wer des Metzelns nicht müde wird, wird mit diesem 8. Teil einigermaßen solide bedient. Technisch bodenständig, aber dennoch selbst für "Freitag"-Verhältnisse eher gezwungen bis schlampig geraten. Trash-Potenzial war vorhanden, allerdings wurde es nur zum Ende hin in Ansätzen genutzt.

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