Und weiter geht's mit dem Schnetzeln und Schlachten ....
Jason wird mittels Stromkabel von einem Pärchen unfreiwillig wiederbelebt. Der mit steigender Anzahl der Teile immer sympathischer werdende Killer hat die Nase voll vom Crystal Lake und schmuggelt sich auf ein Schiff gen Mahattan ...
Junge, junge! Als die DVD noch in den Kinderschuhen steckte und man das Wort Splatter nur von geschnittenen Tapes kannte (oder auch nicht), hat solch ein Slasher bleibenden Eindruck hinterlassen. Heute stehe ich dem achten Teil der Filmreihe etwas kritischer gegenüber.
Neue Ideen gibt es nämlich auch hier nicht zu verzeichnen. Gut, Jason schlachtet nicht nur um den Heimatsee herum, sondern will die Großstadt einnehmen. Doch außer engen Gässchen bekommt man nicht viel von Manhattan zu sehen. Die dunklen Winkel der Stadt dienen also dem selben Zweck wie das Dickicht rum um den Crystal Lake: Jason springt plötzlich hervor und sticht zu.
Zudem wurde nicht mal in der Metropole gedreht, sondern in Vancouver.
Dass nach dem siebten und (fast) schlechtesten Teil der Reihe doch wieder Aufwind zu spüren ist, liegt an den vielen 'lustigen' Todesszenen. "Jason Takes Manhattan" nimmt sich nicht ernst. Das ist ein wichtiger Pluspunkt. Außerdem hat wohl die MPAA Gnade walten lassen. Wurde im Vorgänger noch jede blutige Szene entfernt, darf man hier endlich wieder einige ordentliche Gore-Effekte bestaunen. Doch genau da hat der Zahn der Zeit genagt. Wenn man gerade von "TCM: The Beginning" verwöhnt wurde, wirkt ein "Freitag der 13te" wie Kindergeburtstag.
Übrigens: Ken Kirzinger, der Kane Hodder als maskierten Killer in "Freddy vs. Jason" ablöste, hat hier einen Kurzauftritt - als Opfer.
Fazit:
Fast schon nostalgisch charmant, dieser achte "Jason". Trotz Einfallslosigkeit seitens der Drehbuchautoren gelang Regisseur Ron Hedden ein einigermaßen spannender Horrorfilm mit viel Witz und Tempo. "Jason Takes Manhattan" gehört somit zu den besseren Teilen der Reihe! 7/10 Punkten.