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Der finanzielle Erfolg der „Freitag der 13.“ Filme ging immer weiter auf Talfahrt. Dennoch war die Idee Jason Manhattan unsicher machen zu lassen zu verführerisch für Paramount. Unter der Regie von Rob Hedden entstand „Freitag der 13. Teil VIII- Todesfalle Manhattan“. Allerdings sollte dies der letzte Ausflug Jasons unter dem Paramount Banner sein.

Eine Abschlussklasse einer Highschool ist per Dampfer unterwegs nach New York. Zum Unglück der Leute an Bord hat sich auch Jason dort eingefunden und nimmt einen nach dem anderen auseinander. Als das Schiff untergeht können sich nur vier Leute nach Manhattan absetzen, aber auch Jason hat den Absprung geschafft.

Wuhah, was hätte nicht geiles aus diesem Film werden können. Jason + Machete + New York = geiles Horrorschlachtfest. Und was ist daraus geworden, die Horrorvariante vom Traumschiff. Einfach nur langweilig.

So ist dieser Teil mit Abstand der schlechteste der Reihe. Die Idee Jason in Manhattan rumspazieren zu lassen klingt zwar phänomenal und verspricht einiges an Abwechslung, nur wurde sie leider sehr stümperhaft in Szene gesetzt. Dabei trifft die Schuld noch nicht einmal Regisseur und Autor Rob Hedden. Denn dieser hatte richtig interessante Ideen, die u.a. auch den Madison Square Garden oder das Empire State Building beinhalteten. Nur leider waren die Produzenten zu geldgeil und ließen das Drehbuch entsprechend kürzen. Herausgekommen ist eine öde Schnetzelorgie auf einem Schiff und eine halbe Stunde rumgelaufe durch die angeblichen Gassen von Manhattan. Von daher gesehen ist der Titel eine einzige Verarsche!

Dazu gesellen sich diesmal richtige Arschkrampen von Darstellern. Die Geschichten selbiger sind einem komplett egal und/oder total ausgelutscht. Und weshalb hier erneut eine Figur mit Jason Erfahrungen aus der Vergangenheit integriert wurde, weiß wohl nur der Geier. Weiterhin reihen sich mächtig viele Logiklücken selbst für einen Freitag Film ein und der eher billige TV Look erfreut nicht unbedingt das Auge. Der Bodycount ist dagegen zwar ganz ok, jedoch recht blutleer. Die Schuld daran trug erneut die MPAA, die den Film sonst mit einem X gebranntmarkt hätten. Die alte deutsche Fassung traf es natürlich noch um einiges schlimmer und wurde damit sämtlicher Schauwerte beraubt.

Halbwegs sehenswert wird der Film nur aufgrund Kane Hodders erneuter Darstellung von Jason (übrigens der erste Darsteller, der die Figur mehr als nur einmal verkörperte). Sein Design kommt gut rüber, wenn auch nicht so gut wie in Teil VII und seine Präsenz ist einfach die Bombe. Allerdings wurde sein Gesichts-Make Up total versaut. Gleiches gilt für das Ende, das dermaßen bescheuert ist, dass man es kaum glauben kann. Ich war jedenfalls baff, was mir da alles vorgesetzt wurde.

Fazit: So interessant der Titel auch klingt, so dämlich ist auch der Film. Leider ein schlechter Teil, der auch für Fans nur wenige Schauwerte bereithält.

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