Review

Mit Teil 8 merkt man spätestens das es mit der Reihe langsam bergab geht. Da der Crystal Lake als Location inzwischen wohl langweilig geworden ist, versucht man es wieder mit einem Schauplatzwechsel. Eine Abschlußklasse von dem Ort, dessen Einwohnerzahl in den letzten Jahren stark dezimiert wurde, fährt mit einem kleinen Kreuzfahrtschiff nach New York. Da den Teenies in der Großstadt etwas zustoßen könnte, fährt Jason lieber mal mit, um das selbst in die Hand zu nehmen. Die Grundidee Jason in der Enge eines Schiffes zu platzieren halte ich für gelungen. Jedoch nutzt man die neue Umgebung nicht sonderlich gut. Der Film bekommt irgendwie keinerlei Atmosphäre und die gewohnte Umgebung des Sees vermißt man schon bald schmerzlich. Kein Rauschen des Windes durch die Blätter des Waldes. Kein Mondlichtschimmern auf dem See. Jason latscht von Deck zu Deck und nietet alles um was ihm über den Weg läuft. Auf dem Schiff hätte man bestimmt für Spannung sorgen können, aber das wird peinlich vermieden. Erst wenn in den Kahn Wasser eindringt wird es ein bißchen besser. Doch diese Sequenz wird schnell erledigt und schon bald sitzt man im Rettungsboot und paddelt gen Manhattan Island. Das erreicht man trotz Sturm ohne Probleme. Tja, im Rettungsboot kann er sich schlecht verstecken und schon bald fragt man sich wie Jason nach New York kommen will. Dafür nimmt man die einfachste Lösung: Er schwimmt! Einmal angekommen wird es noch dämlicher. Wenn der untote Killer durch eine belebte New Yorker Innenstadt läuft oder durch die U-Bahn schlendert, wähnt man sich langsam im falschen Film. Irgendwie paßt das alles nicht zusammen und man empfindet viele Einstellungen schlicht und ergreifend als falsch. Dafür gibt es aber wieder einige eingebaute Lacher, was natürlich die Konstellation auch einfach anbietet. Auf Spannung braucht man allerdings nicht mehr warten.
Somit ist "Todesfalle Manhattan" einfach nicht sonderlich gelungen und wirkt wie ein x-beliebiger Slasher. Jason hätte man durch jeden anderen ersetzen können, da das Flair der "Freitag-Reihe" einfach nicht vorhanden ist. Der Wiedererkennungswert fehlt einfach. Nur Kane Hodder als Jason macht seine Sache wieder sehr ordentlich. Der Blutgehalt ist aber nicht sonderlich hoch und auch die Todesarten sind nicht besonders ausgefeilt. Höchstens der Boxkampf wäre da zu erwähnen, aber der gibt auch eher Punkte in der Humorwertung. Bislang ist das für mich der Tiefpunkt der Reihe. Nur noch echten Fans zu empfehlen.

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