Ungewohnte Bilder gibt es zu Beginn des achten Teils der Reihe um den nimmertoten Killer Jason Vorhees. Das nächtliche New York mit seinen Neonlichtern und Seitenstraßen anstatt der üblichen Pampa. Doch nach ein paar Minuten befindet man sich in dem von Rob Hedden inszenierten Streifen wieder auf gewohntem Terrain, am Ufer des Crystal Lake, wo sich zwei Teenager genretypisch an die Wäsche gehen und nebenbei noch unwissentlich Jason aus seinem nassen Grab befreien. Und der macht dann das, was er am besten kann.
Der Hauptplot setzt dann ein, wenn sich ein Schiff mit einer Schulklasse (die nur aus gefühlt zehn Leuten besteht) von dort in Richtung New York aufmacht. Jason lässt sich die Überfahrt nicht entgehen und geht auch an Bord seinem Hobby nach.
Die Kills sind zwar in der Wahl der Werkzeuge abwechslungsreich, in ihrer Inszenierung aber wieder nicht besonders grafisch. Da passiert erneut einiges im Off und man bekommt nur das Ergebnis präsentiert. Das ist wie schon in manchem Vorgänger nachlässig, denn in der Story liegt nun mal nicht die Stärke der Serie.
Und diese zieht sich mitunter auch mal. Natürlich ist wieder allerlei Jungvolk auf dem Schiff unterwegs, dies besteht aber aus den üblichen Abziehbildern. Interessant geht anders, daran ändern auch mysteriöse Visionen oder hier und da mal etwas nackte Haut nichts. Auch scheint sich das Schiff nie wirklich von der Stelle zu bewegen, über Bord gehen ist also kein Problem. Mit Logik sollte man hier aber eh nicht anfangen, Jasons Auftauchen hier und auch an Land später wirkt mitunter teleportatorisch und macht die Chose im Aufbau der Sequenzen mitunter recht beliebig. Immerhin ist der Matrose mit seinen apokalyptischen Sprüchen immer wieder mal für einen unterhaltsamen Einschub gut.
Ganz okay ist da schon Jasons Auftritt in Manhattan, wobei die titelgebende Kulisse doch zu kurz kommt. Trotzdem bietet das ungewohnte Szenario eine gewisse Abwechslung und Platz für manch skurrile Situation (Stichwort Werbetafel). Und dass er in der dortigen U-Bahn nicht weiter auffällt – geschenkt. Gerne hätte ich mehr davon gesehen, wie er sich durch das nächtliche Treiben der Stadt randaliert, dafür hätte man die Bootspassage gerne kürzen können.
Ist das Ensemble grundsätzlich mal ziemlich egal, macht Kane Hodder mit seiner erneuten Darstellung des schweigsamen Killers im Rahmen der Möglichkeiten einiges richtig. Jasons physische Präsenz wirkt und man zeigt ihn auch gerne in seiner immer pitschnassen Montur. Zusammen mit seinem expressiven Atmen macht er optisch schon was her. Das Make-up ist auch gelungen, ohne Maske sah er aber auch schon mal „besser“ aus.
Jasons Reise nach und durch Manhattan hätte mehr Potential gehabt. Anstatt sich auf die dröge Überfahrt mit ins Leere laufenden Figuren zu konzentrieren, hätte mehr New York der Serie einen spannenderen Anstrich verleihen können. Trotzdem ist es löblich, Jason mal aus seiner gewohnten Umgebung rauszunehmen. Zudem krankt Teil acht an recht zahmen Kills und den wie üblich austauschbaren Figuren. Gibt bessere Teile, gibt aber auch schlechtere.