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Was macht man nach ner geschlauchten Arbeitswoche, wenn man nichts besseres zu tun hat? Richtig, man füllt ein Regal des Kühlschrankes mit Bier und begibt sich zur hiesigen Videothek. Dort wird dann ein Schinken zum “Gehirn-Ausschalten“ entliehen oder erworben. Diesmal fiel die Wahl auf ein Streifen mit dem B-Action-Helden Eric Roberts.

Wir befinden uns im Jahre 2018. Für $ 300.000 kauft der Pharmakonzern Lifecorps Körper von lebenden Menschen zu medizinischen Zwecken. Nach Abschluss des Vertrages ist dem Bürger nur noch ein Jahr vergönnt, bis er von der Industrie übernommen wird.
James Gabriel (Eric Roberts) geht solch einen Vertrag ein. Nach intensiven Untersuchungen seines gesundheitlichen Zustandes – und der Feststellung, dass unser Held in einer besonders außergewöhnlich guten Verfassung ist – erhält er das Geld, mit dem die rettende Impfung seines an einem tödlichen Virus erkrankten Sohnes bezahlt werden soll. Leider kommt Gabriel zu spät und erfährt bitterlich vom Tod seines Kindes, woraufhin er gegenüber Lifecorps den Kontrakt für null und nichtig erklärt. Infolgedessen beginnt eine Hetzjagd der Killertruppen von Lifecorps um ihren Anführer Burke (Gary Grewes) auf den Vertragsbrecher. Unterstützung im Überlebenskampf erhält er von der Kopfgeldjägerin Alex (Sarah Wynter). Was die beiden nicht ahnen: das Interesse Lifecorps an Gabriel hat andere Ursachen als Hintergrund…

Der Plot des Films ist gar nicht mal so schlecht, wenn auch bereits in anderen so oder ähnlich gesehen. Der geneigte Kenner wird aber bereits im ersten Drittel bemerken, worauf das Ganze hinausläuft. Warum der Verfolgte aber von der Kopfgeldjägerin Hilfe erhält, bleibt lange ein Rätsel. Eine Auslieferung Gabriels und das Kassieren der hohen ausgesetzten Summe macht eigentlich mehr Sinn.
Dennoch ist der Streifen geradlinig und routiniert von Regieveteran Geoff Murphy (Alarmstufe: Rot 2, Freejack) inszeniert und bietet eine gewisse Spannung.

Bis auf zwei kleine Kampfszenen sowie der Einführungssequenz des Hauptdarstellers am Arbeitsplatz muss man lange auf Action warten. Zum Ende hin gibt’s dann ein wenig mehr, der Anteil bleibt aber deutlich unterdurchschnittlich. Ein höherer Härtegrad wäre durchaus wünschenswert gewesen, blutige Einschüsse sucht man vergeblich.
Insgesamt sicherlich zu wenig für den Genrefan.

Eric Roberts (Best of the Best, Runaway Train) spielt solide seine Rolle runter, auch wenn er bestimmt schon besser war. Blass bleiben dagegen Sarah Wynter (The 6th Day) sowie der Schleimscheißer vom Dienst Gary Grewes (Hot Shots, Tage des Donners), wesentlich besser agiert dagegen, wenn auch mit wenig Screentime, Chris Sarandon (Hundstage) als Chef des Pharmakonzerns.

Ganz nettes B-Movie, dessen Actionmangel leider zur Abwertung führt. Am Ende bleibt ein mehr oder weniger durchschnittliches Vehikel.

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