Alle Kurzkommentare


5

Walkman, Lederklamotten und Elektro Pop - das waren die frühen 80er Jahre. Und genauso unterkühlt, künstlich und steril wie die Synthiemucke ist auch fast der gesamte Film, irgendwie apathisch und verschlafen. Allein schon der "R" kommt rüber wie ein blasser, junger Falco-Verschnitt auf Valium. Jedenfalls kann heute niemand mehr nachvollziehen, warum dieser sehr langatmige Thriller seinerzeit so schockierend gewesen soll und bei uns sogar auf dem Index stand. Denn die Nackt- und Gewaltszenen am Ende beinhalten nahezu keine Details und sind mehr auf Ästhetik und künstlerischen Anspruch ausgerichtet als auf Exploitation oder Ekel. Wer will sich denn da beklagen, wenn die süße 17-jährige Nosbusch sich vor der Kamera nackig macht? Störend sind hingegen das Fehlen jeglicher psychologischen Erklärungversuche des Starkult-Phänomens und die ständigen NS-Verweise. Für NDW-Liebhaber.

8

Gerade dieser Film ist das beste Beispiel dafür, das man manche Dinge die im Leben passieren auch nur in eine bestimmte Zeit und in eine bestimmte Sparte einordnen kann. 1982 war der Anfang einer bunten Teenie Pop Kultur die bis heute unerreichbar ist. Deshalb kann man sich den Film zwar heutzutage anschauen und seine eigene Meinung zu haben, aber aus der Sicht der damaligen Zeit ist dieser Film mit ganz anderen Augen anzusehen. Fast in jeder damaligen Jugendzeitschrift war der Skandal um diesen Film beschrieben und als damaliger Jugendlicher bleiben diese Zeilen unvergessen. Deshalb sollte man bei der Bewertung dieses Films eher oberflächlich bleiben und deren guten Seiten in der damaligen Zeit sehen.

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